Немецкий Экономика
02.09.2026 Читать источник
Производитель бытовой химии Werner & Mertz вошел в топ-3% самых инновационных немецких компаний
Компания из Майнца заняла лидирующие позиции в рейтинге «WirtschaftsWoche» благодаря внедрению переработанных материалов и отказу от нефтепродуктов. Основатель Reinhard Schneider отметил, что средний бизнес способен стать драйвером перехода к ресурсосберегающим технологиям.
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Werner & Mertz an Spitze der innovativsten Mittelständler
Das Mainzer Unternehmen Werner & Mertz ist unter den Top 3 Prozent auf der Innovationsliste der „WirtschaftsWoche“ und fördert aktiv Nachhaltigkeit durch seine Recyclat-Initiative.
Mainz. Das Mainzer Unternehmen Werner & Mertz gehört zu den innovativsten Mittelständlern Deutschlands. Im aktuellen Ranking „Innovationschampions 2026“ des Magazins „WirtschaftsWoche“ zählt der Reinigungsmittelhersteller zu den besten drei Prozent der untersuchten Unternehmen. Werner & Mertz ist nach eigenen Angaben zugleich das einzige ausgezeichnete Unternehmen aus der Wasch-, Putz- und Reinigungsmittelbranche.
Mainzer Unternehmen im bundesweiten Vergleich weit vorne
Für das Ranking hat die Beratungsgesellschaft Munich Strategy mehr als 4.000 mittelständische Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland untersucht. Berücksichtigt wurden Firmen mit einem Jahresumsatz zwischen zehn Millionen und einer Milliarde Euro. Für die besten Unternehmen wurde ein Innovationsscore ermittelt. Dieser setzt sich zu zwei Dritteln aus Faktoren wie neuen Produkten, Forschung und Entwicklung sowie der Einschätzung von Wettbewerbern zusammen. Zu einem Drittel fließen Umsatz- und Gewinnentwicklung ein.
„Die Einordnung der Kreislaufwirtschaft als wesentliche Zukunftsinnovation bedeutet uns sehr viel“, sagt Reinhard Schneider, Inhaber von Werner & Mertz. „Gerade der Mittelstand kann hier Wegbereiter sein. Die für Deutschland wichtige Herstellung von Gebrauchsgütern kann mit einem deutlich geringeren Ressourcenverbrauch ohne Erdöl gelingen.“ Werner & Mertz ist seit mehr als 150 Jahren in Mainz ansässig. Zu den Marken des Unternehmens gehören Frosch, emsal und Green Care Professional.
Werner & Mertz verweist insbesondere auf seine Arbeit rund um Recycling und nachhaltige Verpackungen. 2012 gründete das Unternehmen die Recyclat-Initiative. Gemeinsam mit Kooperationspartnern soll dabei Kunststoff aus dem Gelben Sack hochwertig wiederverwertet werden. Entstanden sind unter anderem PET- und HDPE-Flaschen aus 100 Prozent Recyclat aus dem Gelben Sack. Auch recyclingfähige Standbodenbeutel gehören zu den Entwicklungen, auf die das Unternehmen hinweist.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Inhaltsstoffen. Werner & Mertz hat dafür nach eigenen Angaben eine eigene Abteilung für Forschung und neue Technologien eingerichtet. Der Anteil von Tensiden auf Basis europäischer Pflanzenöle wie Raps, Olive und Sonnenblume soll weiter steigen. Damit will das Unternehmen den Einsatz von Tensiden aus tropischem Anbau, beispielsweise Palmkernöl, reduzieren. Erdölbasierte Tenside verwendet Werner & Mertz nach eigenen Angaben für seine Marke Frosch seit deren Einführung nicht.
Werner & Mertz fördert „Open-Innovation“-Modell
Ungewöhnlich ist dabei nach Darstellung des Unternehmens auch der Umgang mit den eigenen Entwicklungen: Werner & Mertz will Innovationen nicht allein für sich nutzen, sondern andere Unternehmen dazu bewegen, ähnliche Lösungen einzusetzen. Das Unternehmen spricht von einem „Open-Innovation“-Ansatz.
Auch das 2023 gestartete Gesprächsformat „Die Zuversichtlichen“ folgt diesem Gedanken. In den einstündigen Podiumsdiskussionen spricht Werner & Mertz-Inhaber Reinhard Schneider mit Gästen aus unterschiedlichen Branchen über Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung. Bei der aktuellen Ausgabe standen Innovationen im Energiebereich im Mittelpunkt. Zu Gast war unter anderem Gerd Schöller von Schoenergie. Auch der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Michael Ebling (SPD) nahm an der Veranstaltung teil und beantwortete Fragen zur politischen Unterstützung der Energiewende.
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