Немецкий Общество
24.08.2026 Читать источник
Сирота из Сирии стал автослесарем и открыл мастерскую в Германии
25-летний Кhaled, бежавший из Сирии в детстве, успешно завершил обучение и открыл собственный автосервис в Вальдкаппеле. Несмотря на прошлый опыт расизма и текущие задержки с получением паспорта, он реализовал свою мечту о карьере механика.
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Vom Flüchtling zum Kfz-Meister in Waldkappel – 25-Jähriger erfüllt sich Traum im zweiten Anlauf
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Der 25-jährige Khaled hat sich einen Kfz-Betrieb in Waldkappel aufgebaut. Als Jugendlicher flüchtete er aus Syrien.
Am Anfang war es nur ein Traum. Der Traum, etwas mit Autos zu machen, einen eigenen Betrieb aufzubauen. „Schon als Kind habe ich Spielzeugautos zerlegt und E-Motoren eingebaut“, sagt Khaled grinsend. Vor mehr als zehn Jahren flüchtete der heute 25-Jährige aus seinem Heimatland Syrien.
Dort brach 2011 der Bürgerkrieg aus. Der 15-jährige Khaled und seine Familie mussten fliehen – zunächst in die Türkei. Sie blieben für zwei Jahre. Doch es sollte weitergehen, zunächst nur für einen Teil der Familie. „Es war ein gefährlicher Weg. Deswegen blieben meine Mutter und meine Brüder in der Türkei. Mein Vater, meine weiteren Brüder und ich verließen das Land.“ Mit dem Schlauchboot erreichten Khaled und seine Familie Griechenland. „Wir waren so viele Stunden unterwegs. Mehr als 30 Leute waren auf dem Boot, das eigentlich für 14 Menschen ausgelegt war. Es war alles dunkel und man sagte uns nur, dass wir in Richtung eines Lichts fahren sollen“, erzählt Khaled. Dort angekommen, wurden alle zunächst versorgt und in einer Halle untergebracht. Letztlich sollte die Familie in Deutschland unterkommen, erst in Gießen und etwas später in Eschwege. „Es war bis dahin ein weiter Weg. Wir sind viel gelaufen. Ich kann mich noch an die kleinen Kinder, an die Mütter erinnern, die geweint haben. Es sind schlechte Erinnerungen.“
Deutsch lernen „hat Spaß gemacht“
Doch für den jungen Mann war schnell klar: Er möchte wirklich in Deutschland ankommen. Khaled stieg in der neunten Klasse ein und lernte die deutsche Sprache. „Wenn die Leute mir etwas erzählt haben, wurde das aufgeschrieben und über das Handy ins Arabische übersetzt. So konnte ich nach und nach die Sprache besser verstehen. Natürlich musste ich auch nach der Schule weiterlernen. Aber das hat Spaß gemacht.“ Khaled schaffte seinen qualifizierten Hauptschulabschluss und wollte nun seinen Traum verwirklichen: Er begann eine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker. Doch die anfängliche Freude blieb nicht. Während der Lehre erlebte Khaled immer wieder Rassismus am Arbeitsplatz, wie er selbst sagt.
Er wechselte den Betrieb, brach die Ausbildung aber schließlich ab. Der Traum rückte zunächst in weite Ferne. Der heute 25-Jährige arbeitete zwischenzeitlich als Lieferant und in einer Backstube. „Aber ich wollte unbedingt einen Abschluss in der Tasche haben.“ Durch Zufall kommt er mit einem Kfz-Meister ins Gespräch – daraus entwickelt sich ein Ausbildungsvertrag. 2024 hat er die Lehre erfolgreich abgeschlossen. Doch Khaled will mehr: Er will sogar Kfz-Meister werden. Und das schafft der junge Mann auch.
Deutscher Pass fehlt bislang
Zum persönlichen Glück fehlt nun noch die Selbstständigkeit. „Ich habe überall nach passenden Räumen gesucht, habe Leute angesprochen. So wurde ich dann in Waldkappel fündig.“ Jetzt will sich der 25-Jährige vergrößern und zieht mit seinen zwei Azubis und einem Gesellen nach Bischhausen um. Dort, an der Landstraße, hat die Werkstatt ab dem 1. Oktober ein neues Plätzchen gefunden. Manchmal werden Träume eben doch wahr. „Ich fühle mich hier angekommen. Ich konnte mich weiterentwickeln und bin auch immer am Ball geblieben“, sagt Khaled.
Doch einen Wermutstropfen, den gibt es. Dem 25-Jährigen fehlt bislang der deutsche Pass. Den Antrag hierfür hat er bereits vor vielen Jahren gestellt, wie er selbst sagt. Doch die Mühlen mahlen langsam: Verzögerungen, Unklarheiten und die Selbstständigkeit führten unter anderem dazu, dass der Antrag auf Einbürgerung noch in der Warteschleife hängt. Doch Khaled ist zuversichtlich – wenn es gut läuft, dann dürfte der Pass nicht mehr lange auf sich warten lassen.
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