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03.09.2026 Читать источник
Два сообщества готовят форки устаревшего TrueNAS Core 13.3 на актуальное FreeBSD

Проекты BSDnas и FreeCORE запустили обновление системы хранения данных, которая не поддерживается производителем с 2024 года. Эксперты предупреждают, что несмотря на техническую возможность миграции, анонимность разработчиков и отсутствие гарантий безопасности делают использование этих форков в производственных целях крайне рискованным.
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TrueNAS Core hat seit 2024 keinen Hersteller mehr. iXsystems stellte die FreeBSD-Variante seines NAS-Betriebssystems damals ein und schickte alle auf die Debian-basierte Scale-Linie; die letzte Core-Ausgabe blieb bei 13.3 stehen. Bei mir im Keller läuft ein NAS, dessen Reiz nie die Oberfläche war, sondern dass ZFS im Kernel sitzt statt als nachgeladenes Modul daneben — genau der Grund, aus dem etliche Leute den Wechsel auf Linux bis heute nicht mitgemacht haben. Jetzt stehen zwei Projekte bereit, die das alte System auf aktuelles FreeBSD heben. Und bei beiden ist die interessanteste Frage nicht die Technik.
Zwei Forks, ein gescheiterter Vorgänger
Der erste Versuch ist tot. zVault übernahm 2025 den 13.3-Code und entfernte die Bestandteile von iXsystems, kam über diesen Stand aber nicht hinaus; auf GitHub warnten Nutzer irgendwann in Großbuchstaben vor dem Einsatz, die Betreuer meldeten sich nicht mehr. Genau daran hängt die Diagnose, die BSDnas auf seiner eigenen Seite stellt: Die Lücke zwischen TrueNAS Core 13.3 und aktuellem FreeBSD sei nicht aus einem technischen Problem entstanden, sondern daraus, dass ein Jahr lang niemand die Patches nachgezogen habe.
Nachgezogen haben es nun zwei. BSDnas stellte seine Projektseite am 19. August online, FreeCORE veröffentlichte am 21. August seine erste Ausgabe. Der Druck kommt dabei von unten: FreeBSD 13.3, auf dem Core aufsetzt, ist laut BSDnas inzwischen von den FreeBSD-Spiegeln verschwunden. Wer auf Core sitzenbleibt, pflegt also eine Basis, die es offiziell nicht mehr gibt. Beide Forks landen auf FreeBSD 15.1 — The Register, das die Projekte am Dienstag aufgriff, nennt den FreeCORE-Entwickler ein Ein-Mann-Projekt, das seit Januar läuft und rund fünfzig Testbauten hinter sich hat. Seither ist schon die nächste Korrektur erschienen: Fassung 15.0-U1.1 vom 1. September repariert die iocage-Downloads und die Datensatz-Definitionen des Systemberichts.
Was der Sprung mitbringt — und was er wegwirft
Die Versionsliste im FreeCORE-Changelog macht deutlich, wie alt der Unterbau geworden war. OpenZFS springt von 2.1.14 auf 2.4.2, Python von 3.9 auf 3.11, rsync von 3.2.7 auf 3.4.4, und die Angular-Oberfläche von 9.1.1 auf 15.2.10. Sechs Hauptversionen Web-Framework in einem Rutsch sind kein Detail, sondern die eigentliche Arbeit an so einem Fork.
Dafür verschwindet einiges. Die Hersteller-Telemetrie ist nicht abgeschaltet, sondern komplett entfernt, was für sich genommen erfreulich ist. Die enterprise-lizenzierten Funktionen — Failover, KMIP, Fibre Channel, Gehäuseverwaltung, proaktiver Support — fallen weg, was den Zielgruppen kaum wehtun dürfte. Ernster ist die dritte Änderung: OpenVPN wird durch WireGuard ersetzt, bestehende Tunnel überleben das Upgrade also nicht. Wer sein NAS über OpenVPN erreichbar hält, baut den Fernzugang neu.
Sauber gelöst ist der Rückweg. Das Upgrade legt einen Rückkehrpunkt auf den vorherigen 13.3-Stand an, der nicht von selbst verfällt, und die Oberfläche zeigt an, wie viel Platz die zugehörigen Snapshots belegen. Er hat allerdings eine scharfe Kante: Wer nach dem Umstieg die Pool-Features hochzieht, verliert ihn endgültig. Diese eine Bestätigung im Web-Interface ist die Stelle, an der aus einem Test eine Einbahnstraße wird.
Wem man hier eigentlich vertraut
Der Umstieg läuft über ein Skript, und das tut mehr, als es auf den ersten Blick aussieht. Ein unverändertes 13.3-System holt seine Updates von iXsystems und prüft sie gegen deren Zertifikat; das Skript tauscht beides aus — Update-Server und Signaturkette wandern zum Fork. Ein Schalter dreht das zurück, aber der Vorgang ist eine Vertrauensentscheidung, keine Konfigurationsänderung.
Und hier wird es dünn. Der FreeCORE-Entwickler tritt anonym auf; im offiziellen TrueNAS-Forum fragen Nutzer seit Tagen, wer dahintersteht, und ein langjähriges Mitglied antwortet sinngemäß, mehr dürfe man wohl nicht wissen. Das Code-Konto wurde Anfang August angelegt. Bei BSDnas ist es dasselbe Bild, dort immerhin verbunden mit ungewöhnlicher Offenheit: Die Projektseite listet auf, was noch nicht funktioniert — SSH startet nach dem Upgrade nicht von allein, Container laufen nur auf der Kommandozeile, Hardware-RAID-Werkzeuge fehlen, und die Update-Manifeste sind bislang gar nicht kryptografisch signiert. Dazu die ausdrückliche Warnung, nichts darauf zu legen, wovon es nur eine Kopie gibt.
Für ein Bastelsystem ist das in Ordnung, für das Gerät mit den Familienfotos nicht. Mein Rat wäre deshalb schlicht: Wer heute noch auf TrueNAS Core 13.3 sitzt, hat ein echtes Problem — eine ungepflegte Basis, deren Unterbau nicht mal mehr zum Download steht — aber die Antwort darauf sollte kein Update-Server sein, den ein anonymes Konto seit vier Wochen betreibt. FreeCORE hat den technisch überzeugenderen Stand, BSDnas die ehrlichere Selbstbeschreibung; beide brauchen ein halbes Jahr Betrieb, bevor man ihnen einen Produktivdatenbestand anvertraut. Bis dahin bleibt für alle, die ihr NAS neu aufsetzen, der Wechsel auf Scale oder ein anderes gepflegtes System die langweiligere und bessere Wahl.
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