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08.09.2026 Читать источник
Юный энтузиаст из Люденшайда едет поездами, чтобы снимать тяжелые грузы
Джозуа Лангер, увлеченный «трак-споттинг», специально приезжает на поезде в Люденшайд, чтобы заснять ночной перегон ветряных турбин. Молодой человек, чья страсть к съемке грузовиков привлекла внимание даже самих водителей, подчеркивает важность уважения и безопасности при занятии этим хобби.
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Ein Leben für die Lkw: Joshua reist den Trucks hinterher
Von: Carlotta Warmuth
Joshua Langer hat ein außergewöhnliches Hobby. Wo andere Flugzeuge und Züge spotten, begeistert er sich für Trucks. Ihnen folgt er mit der Bahn.
Lüdenscheid – Es ist eine eigentlich ruhige, schon fast herbstliche Nacht in Lüdenscheid, als um fast ein Uhr am frühen Morgen ein 147 Tonnen schwerer Schwertransport mit Teilen für die Windkraftanlage auf der Hohen Molmert unter der Fußgängerbrücke auf der Brunscheider Straße durchfährt. Vor Ort sind mehrere Hilfskräfte, die die Straße für das Fahrzeug freiräumen, und ein junger Mann, der extra dreieinhalb Stunden mit dem Zug aus Gladbeck als „Truckspotter“ anreist.
„Ich bin extra für die Schwertransporte aus Gladbeck gekommen und gucke mir das hier heute und morgen Nacht an “, erzählt der junge „Truckspotter“ Joshua Langer aufgeregt. Durch eine einfache „Schwertransporte in NRW“-Googlesuche wurde Joshua auf das Ereignis aufmerksam und setzte sich daraufhin in den Zug nach Lüdenscheid. Denn als leidenschaftlicher „Truckspotter“ hat er das Ziel, möglichst viele Schwertransporte zu filmen und im Anschluss in den sozialen Netzwerken online zu stellen.
Unterwegs in ganz Deutschland
Schon immer interessierte er sich für Lkws, egal ob für die verschiedenen Modelle, deren Anbauteile oder andere Details der Gefährte. Vor vier Jahren startete seine „Truckspotter-Karriere“ dann endgültig: Durch einen Livestream auf der Social-Media-Plattform TikTok wurde er auf ein Lkw-Modell aufmerksam und nahm Kontakt zu dessen Besitzer auf. Es folgte ein Treffen zum Fotografieren des Fahrzeugs, doch bei diesem sollte es nicht bleiben. Joshua entdeckte seine Leidenschaft für die Lkw‑Fotografie und ist seitdem in ganz Deutschland als Truckspotter unterwegs.
Ob nach Hamm, Heiden oder sogar in die Niederlande: Die Distanz ist für ihn kein Problem. „Ich habe ein Deutschlandticket, von daher sind die langen Zugfahrten für mich kein Problem. Und ich reise ohnehin gerne“, erzählt er auf Nachfrage der Redaktion. „Das Einzige, was mich eventuell hindert, zu so einem Ereignis hinzufahren, sind die kalten Wintertemperaturen. Da habe ich dann schon meine Grenzen, aber sonst stellt sich für mich nichts als Problem dar“, ergänzt er.
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Ein besonderes Highlight in der „Spotter-Szene“ seien die Truck-Treffen, bei denen nicht nur das „Truckspotting“-Hobby, sondern auch in der Community entstandene Freundschaften gepflegt werden: „Es ist immer schön, bei den Treffen die verschiedenen Leute wiederzusehen, gerade wenn es mittlerweile schon gute Freunde sind, und natürlich die verschiedenen Lkw-Modelle zu betrachten“, schwelgt der „Truckspotter“ in Erinnerungen.
Lieblingsplatz: eine Autobahnbrücke an der A2
Langer filmt alles mit seinem Handy. Auch das Bearbeiten der Videos übernimmt er im Anschluss: „Ich habe mir das mit der Zeit alles selbst angeeignet und über die Jahre macht die Übung natürlich auch einiges“, erzählt er. Doch nicht nur bei der Community in den sozialen Netzwerken kommen seine Beiträge gut an. Auch Lkw-Fahrer selbst schreiben Joshua an, um seine Bilder auf ihren Seiten hochzuladen. Sein Lieblings-„Spotter-Platz“ ist laut eigenen Angaben die Autobahnbrücke A2 in Gladbeck: „Von da aus sehe ich die Lkws am besten“, erzählt er.
Mehrere hundert Kilometer fahren, um verschiedene Lastkraftwagen (Lkw) zu fotografieren, stundenlanges Warten auf ganz besondere Modelle und die Freude bei einem exzellenten Bild: All das und noch vieles mehr macht das Hobby „Truckspotting“ aus. Ein kurioser Zeitvertreib, hinter dem eine große Community steckt. Es ist eine Freizeitaktivität, bei der Lkw, Sattelschlepper und Schwertransporte von den sogenannten „Spottern“ fotografiert, gefilmt und katalogisiert werden. Sie stehen und warten an Autobahnbrücken, Raststätten oder stark befahrenen (Bundes-)Straßen, um möglichst viele besondere Modelle wie Oldtimer oder große Schwertransporte einzufangen. Eng verbunden mit dem „Train- und Plane-Spotting“, bei dem Züge und Flugzeuge gefilmt werden, steht hinter dem „Truckspotting“ ebenfalls eine breite Masse an Menschen: Es gibt verschiedene Internetseiten oder Facebookgruppen zum gegenseitigen Austauschen sowie Wettbewerbe über das beste Foto. Und auch die Lkw-Fahrer und Spotter untereinander kennen sich in manchen Fällen und grüßen oder tauschen sich über die Fahrzeuge untereinander aus. Ein besonderes Highlight dabei für die Fans: die Motorengeräusche der Fahrzeuge und der Nervenkitzel, seltene Gefährte einfangen zu können. Besonders erfahrene „Spotter“ seien sogar in der Lage, verschiedene Automarken, Aufbauten, Lackierungen oder (Schwer-)Transporte erkennen zu können. Auch „Fanartikel“ gibt es mittlerweile: T-Shirts, Tassen oder Pullover mit aufgedruckten Fotos von Lastwagen. Doch neben dem Spaß ist der Respekt nicht zu vergessen. Zum Schutz der Privatsphäre der Fahrer werden Kennzeichen sowie möglicherweise erkennbare Namensschilder unkenntlich gemacht. Auch beim Fotografieren bleiben die „Spotter“ respektvoll: Gesperrte Flächen werden nicht betreten, es wird sich während des Fotografierens nicht in Gefahr begeben und keine Fahrer abgelenkt.
„Es ist schon ein besonderes Hobby, gerade weil es eben nicht jeder macht und unbekannter ist. Es nimmt natürlich auch viel Zeit in Anspruch, aber wenn die Leidenschaft vorhanden ist, überwiegt das Positive“, berichtet Joshua Langer über sein Hobby, das „Truckspotting“.
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