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16.07.2026 Читать источник
Волроде: культурный вечер с гостями из Уганды и мастер-класс по традиционным танцам
Волроде приглашает на выходные восемь молодых представителей Уганды для участия в программе культурного обмена, включающей музыкальные мастер-классы и танцевальные выступления. Мероприятие организовано волонтерами фонда Sosolya, который помогает детям из бедных семей получить образование и творческое развитие.
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Trommelwirbel in Wollrode: Kultureller Abend mit Besuch aus Uganda
Uns auf Google folgenEin kulturelles Wochenende mit Besuch aus Ostafrika gibt es Samstag und Sonntag in Wollrode. Dann sind acht junge Personen aus Uganda zu Gast.
Wollrode – Angeboten wird ein buntes Programm mit Musik, Essen und Tänzen für alle Interessierten, die mehr über das Land und seine Kultur erfahren wollen.
Diejenigen, die den Besuch maßgeblich auf die Beine gestellt haben, sind die Wollröderinnen Cornelia Biesel und ihre Tochter Linda. Beide engagieren sich seit Jahren ehrenamtlich im Verein Sosolya. „Wir wollen den kulturellen Austausch weiter fördern und den Menschen vor Ort helfen“, sagt Cornelia Biesel.
Die acht jungen Ugander und Uganderinnen sind bereits seit dem 26. Juni in Deutschland und besuchen derzeit Mittelhessen. Ab Freitag machen sie dann für eine Woche Halt in Wollrode.
Am Freitag sei nach der Ankunft eine Gartenfeier mit den Gastfamilien zum Kennenlernen geplant, sagt Cornelia Biesel. Am darauffolgenden Tag geht es musikalisch mit einem Trommelworkshop im Wollröder Krug und einem kulturellen Abend weiter. Dabei werden die Gäste aus Uganda traditionelle Tänze vorführen. „Jeder, der daran Interesse hat, kann gerne teilnehmen“, sagt Cornelia Biesel. Sonntag gehe es dann weiter mit einem Gottesdienst.
Der Besuch
Wer einen besonderen Einblick in die Gesellschaft Ugandas bekommen hat, ist Linda Biesel. Die junge Wollröderin hat bereits 2017 ein Freiwilligenjahr über die Diakonie bei dem Verein Sosolya in dem ostafrikanischen Land absolviert und den Kindern unter anderem Stepptanz beigebracht. „Man hat gemerkt, dass ihnen Tanzen einfach im Blut liegt“, sagt sie. „Der gesamte Aufenthalt war sehr spannend und eindrucksvoll. Ich wurde mit offenen Armen empfangen.“
Vor Ort habe sie auch intensiven Einblick in das Leben der Menschen bekommen. „Unsere alltäglichen Probleme erschienen in Uganda plötzlich ganz klein“, erklärt Biesel. „Besonders, wenn es kein fließendes Wasser gab.“ Das betont auch Mutter Cornelia, die ihre Tochter damals besuchte: „Da war man erstmal geschockt.“
Diejenigen, die jetzt in Wollrode zu Gast sind, kannte die Wollröderin schon, als diese noch Kinder waren. Dass es nun zum Besuch in Wollrode kommt, ist vor allem der Hingabe der beiden Wollröderinnen zu verdanken. Denn finanziert wird der Besuch ausschließlich durch Spenden und die Bereitschaft der Gasteltern, die jungen Menschen aufzunehmen.
Die Armut
Ohne Spenden wäre der Aufenthalt in Deutschland wohl nicht möglich. Denn Uganda gehöre zu den ärmeren afrikanischen Ländern, sagt Cornelia Biesel: „Die Schere zwischen Arm und Reich ist sehr groß.“ Zwar gebe es eine Schulpflicht, der Schulbesuch müsse aber aus eigener Tasche finanziert werden. Deswegen sei es wichtig, dass sich Vereine wie Sosolya vor Ort engagieren. „Trotz dieser Armut sind die Menschen so herzlich. Das hat mich damals unglaublich berührt. Wir versuchen jedes Jahr, Spenden für Sosolya zu sammeln“, betont Cornelia Biesel. „Das ist uns allen eine Herzensangelegenheit.“ Allerdings merke sie auch, dass die Bereitschaft zurückgegangen sei, was sie sehr bedauere.
Beide wünschen sich für die Zukunft, dass der kulturelle Austausch zwischen Guxhagen und Uganda weiter intensiviert werde. „Es wäre wirklich toll, wenn die Gemeinde eines Tages eine Partnerstadt in Uganda finden würde“, hofft Tochter Linda.
Das Programm
Samstag: Los geht es am Samstag mit einem Kennenlernen der Sosolyas beim Trommelworkshop: Gemeinsam trommeln können dann Teilnehmer ab 15 Uhr. Der Kulturabend startet ab 19 Uhr. Dabei zeigen die Sosolyas aus Uganda ihr Können. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch bei Getränken und Snacks.
Sonntag: Am Tag darauf ist ab 10.45 Uhr ein gemeinsamer Gottesdienst in der Wollröder Kirche geplant. Dabei spielen der Posaunenchor und der Projektchor. Anschließend lässt man das Wochenende bei einem gemeinsamen Essen ausklingen.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
Das ist Sosolya
Die Sosolya Undugu Dance Academy in Ugandas Hauptstadt Kampala bietet Kindern und Jugendlichen aus ärmsten und zerrütteten Verhältnissen ein Zuhause. Jedes Kind erhält laut Verein einen Platz zum Schlafen, Essen und Trinken und darf zur Schule gehen. „Mit unserer künstlerischen Ausbildung in Musik, Tanz, Schauspiel, und Malerei lernen die Kinder, ihre Potenziale zu entdecken, und erfahren zum ersten Mal Anerkennung für ihre Leistungen und Talente“, heißt es vom Verein. Über 700 Kindern habe der Verein schon helfen können. Die Academy ist komplett auf Spenden angewiesen. Der Förderverein in Deutschland, für den sich Linda und Cornelia Biesel engagieren, ist die Sosolya Undugu Familie.
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