Немецкий Экология
06.07.2026 Читать источник
Эксперт по климату в Люденшайде внедряет концепцию «губчатого города» для защиты от наводнений
Временный руководитель службы климата и экологии Люденшайда Стефан Такманн реализует проект по созданию подземных водохранилищ в виде рвов под деревьями. Данная инициатива направлена на задержание ливневых стоков и предотвращение затоплений городской территории.
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Schwammstadt: Klima-Experte will Lüdenscheid vor Überflutungen schützen
Stefan Tackmann ist der kommissarische Leiter des Fachdienstes Klima- und Umweltschutz. Durch seine Rückkehr nach Lüdenscheid schließt sich für ihn ein Kreis.
Lüdenscheid – Mein Name ist Stefan Tackmann, ich bin gebürtiger Lüdenscheider, 58 Jahre alt, und habe im Mai kommissarisch die Leitung des Fachdienstes Klima- und Umweltschutz, Grünflächenplanung bei der Stadt übernommen. Nach dem Besuch der Richard-Schirrmann-Realschule hat mich unser Altförster Fritz Grüber dazu animiert, Forstwirtschaft zu studieren. Ich habe zunächst die Landesforstschule in Arnsberg besucht, wo ich mein Abitur gemacht habe, und nach der Bundeswehr in Göttingen Forstwirtschaft studiert.
Ein Zusatzstudium Ökologie in Essen schloss sich an. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter bin ich länger an der Uni geblieben und konnte im Bereich Hydrobiologie an verschiedenen geförderten Projekten mitwirken. Meine Schwerpunkte in den Projekten waren Vegetation und Boden.
Forschungsprojekt in Ägypten wurde von Fernsehteam begleitet
Im Rahmen dieser Arbeit war ich mit der Abteilung Meeresbiologie in Ägypten, wo ich ein Forschungsprojekt zum Aufbau künstlicher Riffe begleiten konnte. Für den Einsatz in Ägypten, der von einem Fernsehteam begleitet wurde, habe ich extra einen Tauchschein gemacht.
Wieder zurück in Deutschland, war ich zunächst im Naturschutzzentrum in Hagen-Boele beschäftigt, war dann einige Jahre zusammen mit meinem Bruder mit einer Gartenbaufirma in Lüdenscheid und Halver selbstständig und bin über weitere berufliche Stationen vor zwei Jahren zurück zu meinen Wurzeln – nach Lüdenscheid – gekommen. Ich bin froh, dass ich wieder hier bin. Hier schließt sich mein Kreis.
Die Serie
Die Kampagne „101 Gründe für Lüdenscheid“ soll die positiven Seiten der Stadt sichtbar machen. Dafür kommen in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten 101 Lüdenscheider – bekannte und unbekannte Menschen – zu Wort. Sie erzählen, was Lüdenscheid für sie lebens- und liebenswert, eben ganz besonders macht. Wer Teil der Serie ist, hat eine ganz besondere Beziehung zu Lüdenscheid. Weil er in dieser Stadt lebt, arbeitet, oder mit ihr auf andere Weise verbunden ist. Diese 101 sehr persönlichen Geschichten haben wir aufgeschrieben und lassen täglich eine neue Folge erscheinen.
Wochenmarkt, Flohmärkte und Feste prägen die Stadt. Mario Stenmans schätzt den dörflichen Charakter und kurze Wege nach Dortmund. Dirk Schwarz ist ein Urgestein der Lüdenscheider Tattoo-Szene. Seit mehr als 30 Jahren betreibt er sein Tätowierstudio in A45-Nähe. Gelernt hat er Fleischer.
Ich möchte in Lüdenscheid meinen Fußabdruck hinterlassen. Mit dem Konzept der Schwammstadt, das vor Überflutungen schützen soll, ist dies vielleicht möglich. Das Konzept zielt darauf ab, Regenwasser zu speichern, statt es direkt über die Kanalisation abzuleiten. Baumrigolen dienen als unterirdische Wasserspeicher. Im Zuge der Bauarbeiten an der Kluse wird die Rigolentechnik bereits in den neuen Baumbeeten integriert. Auch das Pilotprojekt der Baumüberwachung per Satellit entlang der Gustavstraße konnte ich anstoßen. Das ist alles hochspannend. Da, wo Bäume sind, bin ich auf fast jeder Baustelle.
Ganz verlassen habe ich Lüdenscheid nie. Ich war 22 Jahre im Vorstand des Angelsportvereins Petri Heil, der die Volme als Pachtgewässer hat. Auch die Teichanlage Schloss Neuenhof haben wir als Pachtgewässer. Lüdenscheid hat eine gute, angenehme Größe. Man hat eine gewisse Anonymität, kennt aber viele. Supergut finde ich, dass jetzt, wo ich wieder in Lüdenscheid bin, viele alte Schulbekanntschaften aufploppen.
Lüdenscheid ist immer noch die Stadt der kurzen Wege. Beim Stadtparkfest hat man zuletzt gesehen, dass auch junge Familien schnell im Grünen sind. Überhaupt die Festivals: Wie Lüdenscheid es schafft, etwa beim Firmenlauf 7000 Menschen zum Mitmachen zu bewegen, finde ich richtig krass. So wie man gelaufen ist, geht man anschließend zur Party. Hier bleibt alles natürlich und bodenständig. Umso mehr freue ich mich, dass ich zum Wohl der Stadt etwas beisteuern kann. – Aufgezeichnet von Monika Salzmann
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