Немецкий Общество
08.09.2026 Читать источник
Роберт Шерер завершает 16-летнее руководство Verbandsgemeinde Bodenheim и делится планами на будущее
Глава Verbandsgemeinde Bodenheim Роберт Шерер завершает свой срок в октябре, завершив ключевые проекты по цифровизации и строительству школ. В интервью он поблагодарил команду и семью, а также анонсировал продолжение работы в качестве гражданского регистратора и участие в историческом обществе.
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Abschied und Pläne: So blickt Robert Scheurer auf 16 Jahre als VG-Chef zurück
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Im Oktober ist Schluss. Im Interview blickt Robert Scheurer nochmals auf 16 Jahre an der Spitze der VG Bodenheim und verrät seine Pläne für die „Zeit danach“.
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In rund drei Wochen endet Ihre Amtszeit. Wie geht es Ihnen?
Mir geht es gut. Ich schließe manche Dinge ab und fördere noch die Integration des Dokumentenmanagementsystems und der digitalen Kommunikation über unsere Homepage. Der Jahresabschluss 2024 ist in den Prüfungsausschuss verwiesen. Manche Förderanträge sind nur bis zum Ende dieses Jahres möglich und müssen eingeleitet werden. Kürzlich haben wir noch die Schulerweiterung in Gau-Bischofsheim eingeweiht. Es gibt immer noch viele Dinge, bei denen klar ist, dass ich sie jetzt nicht mehr ganz zu Ende bringen werde.
Was kommt danach?
Ich bleibe etwa Standesbeamter und habe bereits Anfragen aus meinem Umfeld, ob ich sie selbst oder ihre Kinder traue. Ein historischer Verein hat nachgefragt, ob ich mitarbeite, und das möchte ich gerne tun. Nach der Amtsübergabe machen meine Frau und ich Urlaub in Südtirol und wir werden hoffentlich noch viele Urlaube anschließen sowie unsere Söhne in Süddeutschland besuchen können. Ich lese sehr gerne und höre Podcasts zu Geschichte und Politik; dafür kann ich mir nun mehr Zeit nehmen. Im Übrigen betrachte ich „Papa ante portas“ nicht als Lehrfilm für meinen Ruhestand. Mein ältester Sohn will im nächsten Jahr heiraten und hat mich gebeten, die Traurede zu halten. Das ist eine sehr große Ehre für mich.
Was werden Sie am meisten vermissen?
Wahrscheinlich die Struktur. Also werde ich mir eine neue Tagesstruktur geben. In der Verwaltung ist es immens abwechslungsreich und das macht jeden Tag reizvoll. Wir haben von Grundschularbeit über Klimaschutz, ÖPNV bis hin zur Feuerwehr Anteil am Alltag der Menschen – das Spektrum ist gewaltig. Ich halte mich ab Oktober aber gerne an meinen Vor-Vorgänger Gerhard Krämer, der sagte, er werde sich nach seiner Pensionierung nicht mehr in die VG-Angelegenheiten einmischen. Das werde ich auch so handhaben.
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Was waren Ihre größten Erfolge der vergangenen 16 Jahre?
Ich bin froh, dass hier Gemeinschaft spürbar ist. Es war immer mein Ziel, gemeinsam etwas zu tun. Von fünf Feuerwehren haben sich vier zu zwei neuen Wehren vereint. Die Grundschulen arbeiten eng zusammen. Wir haben heute weniger Schulden: Von circa 10 Millionen Euro sind nur noch 100.000 Euro Verbindlichkeiten übrig.
Ein funktionierender innerörtlicher ÖPNV ist eingeführt und bedient jetzt auch unsere Weinfeste. Anfangs wurde ich gefragt, ob ich für die Geisterbusse zuständig wäre. Heute haben wir einen Innerortsverkehr, der an Mainz angeschlossen ist. Man braucht einen langen Atem. Wenn Sie heute etwas einführen, ist es morgen noch nicht in allen Köpfen.
Inzwischen kamen geflüchtete Menschen in die VG, die wir gut integriert haben. Was hier die Ehrenamtlichen der ‚Kulturbunten‘ in Bodenheim, der,Kleinen runden Tische‘ in Gau-Bischofsheim, Harxheim und Lörzweiler sowie der ‚United Nackenheim’ geleistet haben, verdient größte Anerkennung!
Auch auf unser Busje bin ich stolz. Wir haben viele Ehrenamtliche und Sponsoren gefunden. Die Menschen sind, glaube ich, froh, dass sie auch im Alter mobil bleiben, Freunde besuchen, und zu Ärzten und zum Einkaufen können.
Wie hat sich die VG Bodenheim während Ihrer Amtszeit entwickelt?
Wir waren vorher schon eine prosperierende VG am Rand des Rhein-Main-Gebietes und wir sind nochmals gewachsen. Wir haben deutlich mehr Betreuungskapazitäten für Schulkinder aufgebaut. Alle Schulen sind um- oder ganz neu gebaut. Hinzu kamen unter anderem ein neuer Flächennutzungsplan, ein Starkregen- und Hochwasserkonzept, eine kommunale Wärmeplanung, Klimaschutz- und Radwegekonzepte. Und die Feuerwehr: Als ich anfing, ging es oft um die Einhaltung der Tagesalarmbereitschaft. Wir hatten immer gute Wehrleiter, die mich unterstützt haben. Die Feuerwehren haben sich selbst Schwerpunktaufgaben gegeben, sodass deren Zusammenarbeit noch intensiver wurde, bis einige fusioniert haben. Die ehrenamtliche Wasserwehr ist schlagkräftig aufgestellt und gut ausgestattet.
Sie haben gerade erst Projekte angestoßen, die weiter in die Zukunft wirken, wie den Anbau der VG-Verwaltung. Gibt es welche, die Sie gerne abgeschlossen hätten?
Dass der Erweiterungsbau für die VG-Verwaltung in der Amtszeit nicht mehr abzuschließen sei, war bei Planungsbeginn nicht absehbar. Wir haben vier Jahre auf die Förderung gewartet, aber wir sind auf langen Atem trainiert. Das Lehrschwimmbecken in der Nackenheimer Grundschule sollte – ginge es nach mir – weiter sein. Ansonsten bin ich zufrieden.
Gibt es auch persönliche Momente in Ihrer Amtszeit, auf die Sie gerne zurückblicken?
Ich finde es ein schönes Gefühl, wenn man in der Schule steht, ob bei Einschulungen oder einer Einweihung, und so viele fröhliche Mienen und glückliche Kinder sieht. Aber ich erinnere mich auch gerne an die Unterstützung, die ich von der Kreisverwaltung erhalten hatte. Da muss ich die Landräte und die Landrätin sehr loben. Wenn ich mit einem Problem zu ihnen kam, haben sie geholfen. Das sind schöne Momente, dass der Zusammenhalt interkommunal, auch im Landkreis, immer gut funktioniert hat.
Haben Sie noch abschließende Worte?
Ich danke für die vielfältige ehrenamtliche Unterstützung, die ich von allen Seiten erfahren habe. Ganz besonderer Dank gilt meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre unermüdliche Unterstützung, ihr immenses Fachwissen, und ihre Leidenschaft, mit der sie sich ihrer Aufgabe widmen. Und ich danke vor allem meiner Familie, meiner lieben Frau und meinen Söhnen, dass sie mich immer vorbehaltlos unterstützt und begleitet haben. Mir war es eine Ehre!
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