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02.09.2026 Читать источник
Журналистка провела день на высоте: репортаж с 90-метрового Bayern-Tower на Erdinger Herbstfest
Корреспондентка Daniela Oldach проработала полдня оператором на популярной аттракционе Bayern-Tower во время осеннего фестиваля в Эрдинге, чтобы показать зрителям работу изнутри. В ходе смены она прошла обучение у оператора Лукаса, обработала кассовые операции и совершила испытательный полет на высоту 90 метров.
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Reporterin arbeitet im Bayern-Tower
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Eine Reporterin jobbt einen Nachmittag lang im 90 Meter hohen Bayern-Tower auf dem Erdinger Herbstfest. Sie schildert ihre Erlebnisse,
Erding – Ein Blick über Erding aus luftiger Höhe: Der 90 Meter hohe Bayern-Tower der Familie Kaiser ist die Attraktion des Herbstfestes. Betrieben wird er von Egon und Heidi Kaiser. Mittendrin statt nur dabei war Reporterin Daniela Oldach und warf als Mitarbeiterin für einen Nachmittag einen Blick hinter die Kulissen.
Los geht’s an der Basis, an der Kasse. Sechs Euro kostet am Familientag ein weißer Fahrchip für Personen über 1,40 Meter, vier Euro das himmelblaue Flugticket für Kinder zwischen 1,20 und 1,40 Meter.
Gewinnspiel
20 Leserinnen und Leser können den Fahrspaß umsonst genießen, denn wir verlosen in Zusammenarbeit mit der Familie Kaiser 20 Freikarten. Einfach an der Kasse als Code „Erdinger Anzeiger“ sagen. Die ersten 20 bekommen jeweils eine Freifahrt. Mädchen und Buben müssen mindestens 1,20 Meter groß sein. Kinder unter sechs Jahren und Schwangere dürfen jedoch nicht mitfahren! Das maximal zulässige Körpergewicht beträgt 130 Kilo.
„Zwei Kinder, ein Erwachsener bitte“, ordert meine erste Kundin. Kopfrechnen ist gefragt. „14 Euro bitte“, sage ich. Sie reicht mir einen 20-Euro-Schein. Ich händige ein weißes und zwei blaue Flugtickets sowie sechs Euro Wechselgeld aus. „Viel Spaß“, wünsche ich den dreien und verstaue den Schein in der Kasse. Muss die Fahrt vom Taschengeld bezahlt werden, legen die Mädchen und Buben meist schon vier Euro passend auf den Tresen und nehmen strahlend ihr Flugticket – so heißt der Bayern-Tower-Chip offiziell – entgegen. Ich bin erstaunt, wie mutig die Kinder sind und wie sehr sie sich auf die Fahrt freuen.
Absage an den Fünfjährigen
„Ab wieviel Jahren ist das?“, fragt dann ein kleiner Blondschopf. „Schau, du musst mindestens 1,20 Meter groß sein“, sage ich ihm und verweise auf die Größenmarkierung am Kassenhäuschen. Er misst zirka 1,30 Meter und löst freudestrahlend mit seiner Mama die Tickets.
Einem zierlichen, fünfjährigen Buben, der gerade einmal einen Meter groß ist, muss ich jedoch absagen. Er möchte mit seinem größeren Bruder fahren. Die erwachsene Begleiterin, wohl seine Mama, wäre mit der Fahrt einverstanden gewesen. Doch ich kann das nicht verantworten. Für den kleinen Mann selbst war das Nein kein Problem.
Wenn ich ihm den Fahrchip verkauft hätte, wäre wohl spätestens am Tower selbst Schluss gewesen. Dort ist dann meine zweite Station. In 16 Doppelsitzern können bis zu 32 Personen gleichzeitig fahren. Plätze zuweisen, Fahrchips einsammeln, Bügel hochhalten und die Bayern-Tower-Fans entsprechend sichern – am Anfang hab‘ ich da so meine Probleme. Bei einer Fahrt ist man doppelt gesichert. Ein schwarzer Gurt zwischen den Beinen und ein roter Beckengurt. Zieht man zu schnell an ihm, blockiert er. Es dauert ein wenig, bis ich den Dreh heraushabe. Doch die Kollegen sind geduldig mit mir. Und weil man schließlich wissen muss, wovon man schreibt, mache ich mich auf zu meiner ersten Bayern-Tower-Runde, sichere mich selbst und warte im Doppelsitzer mit der Nummer zehn auf den Start.
Es beginnt stets mit Volksmusik
Um mich herum aufgeregtes Geplapper von Kindern, die kaum erwarten können, dass es endlich losgeht. Und dann geht es hinauf auf 90 Metern Höhe. Die Aufregung verfliegt, ich genieße die Fahrt. Das Herbstfest von oben, das Sportstadion, die Sicht ist ausgezeichnet. Zwei Reihen vor mir sitzt ein Vater mit seinem Sohn, der Selfies macht und filmt. Vor meinem geistigen Auge sehe ich das Handy schon fallen, doch nichts geschieht. Nach vier Minuten habe ich wieder festen Boden unter den Füßen und gehe ins Allerheiligste – zu Lukas, bei dem die Fäden zusammenlaufen.
Er startet den Bayern-Tower, moderiert, ist DJ und einfach begeistert von seinem Job. „Ich mache das seit acht Jahren. Einen normalen Beruf, bei dem ich ins Büro müsste und jeder Tag gleich ist, könnte ich mir nicht vorstellen“, sagt der 25-Jährige. Lukas ist in Nürnberg geboren, war von Kindesbeinen an gerne auf Volksfesten unterwegs, stammt aber nicht aus einer Schaustellerfamilie. Sicherheit hat hier absolute Priorität. „Ist ein Bügel nicht richtig geschlossen, kann die Fahrt nicht gestartet werden“, sagt er. Nur ein Knöpferl drücken, reicht auch nicht. Lukas betätigt auch noch einen speziellen Fußhebel. Zudem hält er ständig Blickkontakt mit den Kollegen beim Ein- und Ausstieg.
Bayern-Tower kostet fünf Millionen Euro
In der ersten Stunde Bayern-Tower gibt’s immer bayerische Volksmusik. Danach wählt DJ Lukas die Musik entsprechend dem Publikum aus. „Mal was Flotteres, mal ein bisserl ruhiger. Während wir uns unterhalten, schaut Egon Kaiser vorbei. „Alles klar?“, fragt der Chef und würde mich sogar ans Mikro lassen. Doch ich kneife.
Dafür gibt’s von Egon Kaiser aktuelle Zahlen. Fünf Millionen Euro kostet der Bayern-Tower. Mit 15 Schwerlastern ist das Fahrgeschäft nach Erding gekommen. Kosten samt Platzmiete: rund 40.000 Euro. „Und das muss man erst mal reinholen“, sagt er. Die Kaisers haben am Familientag zwei Euro Rabatt pro Flugticket gewährt. Doch sie kämpfen um jeden Euro. „Das Geld sitzt bei den Menschen nicht mehr so locker“, so Kaiser, der sich noch mehr Resonanz am Bayern-Tower wünschen würde. Bis Sonntag besteht noch Gelegenheit, Erding aus einer ganz anderen Sicht zu sehen.
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