Немецкий Медицина
16.07.2026 Читать источник
Ottobock приобретает испанскую компанию Fesia Technology для расширения рынка нейроортез
Немецкая корпорация Ottobock объявила о покупке испанского производителя систем функциональной электростимуляции Fesia Technology, что позволит усилить предложение в области реабилитации пациентов с неврологическими заболеваниями. Сделка, стоимость которой не разглашается, должна быть завершена в течение шести месяцев и объединит инновационные технологии Fesia с глобальной дистрибьюторской сетью Ottobock.
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Ottobock aus Duderstadt übernimmt spanisches Unternehmen Fesia Technology
Uns auf Google folgenDer Medizintechnik-Konzern aus Duderstadt kauft einen Hersteller von Elektrostimulationssystemen. Das Unternehmen aus Nordspanien beschäftigt rund 20 Mitarbeitende.
Duderstadt – Ottobock kauft erneut ein Unternehmen: Diesmal erweitert das börsennotierte Medizintechnik-Unternehmen aus Duderstadt im Landkreis Göttingen sein Angebot im Bereich Neuro-Orthetik.
Die Ottobock SE & Co. KGaA übernimmt das spanische Unternehmen Fesia Technology, S.L (Fesia), das in der Hand von mehreren Eigentümern war. Der Kauf soll voraussichtlich in sechs Monaten vollzogen werden. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart, teilte die Unternehmenskommunikation von Ottobock mit.
Fesia mit Sitz in Donostia/San Sebastian in Nordspanien beschäftigt laut Ottobock rund 20 Mitarbeitende. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt funktionelle Elektrostimulationssysteme und versorgt damit Patienten mit neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen des Nervensystems.
Hilfe für Patienten nach Schlaganfall
Mit der Übernahme von Fesia baut Ottobock sein Portfolio in der Neuro-Orthetik um Produkte der Funktionellen Elektrostimulation (FES) aus. Die Orthesen werden bei Schlaganfall, Multipler Sklerose, Zerebralparese, Rückenmarksverletzung und weiteren neurologischen Erkrankungen und Verletzungen an den unteren oder oberen Extremitäten eingesetzt.
Die FES-Orthesen senden elektrische Impulse und stimulieren so die beeinträchtigte Muskulatur, um funktionale und natürliche Bewegungen zu erzeugen. Gleichzeitig unterstützt der Impuls den Aufbau neuer Nervenverbindungen, was extrem wichtig ist, um Bewegungen wieder ausführen zu können.
„Neurologische Erkrankungen sind aktuell und auch zukünftig ein wichtiges Thema in der Orthetik- und Prothetikbranche“, sagt Oliver Jakobi. Die Zahl der Menschen weltweit, die von Krankheiten wie Schlaganfall, Multiple Sklerose, Zerebralparese oder Rückenmarksverletzungen betroffen sind, steige stetig.
„Wir haben uns deshalb die Versorgung von Menschen mit neurologischen Erkrankungen zu einer zentralen Aufgabe gemacht.
„Wir haben uns deshalb die Versorgung von Menschen mit neurologischen Erkrankungen zu einer zentralen Aufgabe gemacht“, so CEO Jakobi. Ottobock können nun dank des Fesia-Kaufes und der FES-Technologieplattform diesen Wachstumsmarkt „maßgeblich aus eigener Kraft mitgestalten“. Man baue so die „Innovationsführerschaft weiter aus“.
Speziell Fesia habe immer daran gearbeitet, die Grenzen der funktionellen Elektrostimulation weiter zu verschieben. In Nordspanien setzt man nur auf das weltweite Vertriebsnetz von Ottobock: „Der Zusammenschluss mit Ottobock eröffnet uns die einzigartige Möglichkeit, diese Innovation weltweit zu skalieren und neue Maßstäbe in der Neurorehabilitation und für die Mobilität von Menschen zu setzen“, sagt Haritz Zabaleta, CEO von Fesia Technology.
Neurologische Erkrankungen
Erkrankungen des Nervensystems haben laut einer neuen Studie die Herz- und Kreislauferkrankungen an der Spitze der weltweit verbreitetsten Gesundheitsprobleme abgelöst. Demnach litten 2021 mehr als 3,4 Milliarden Menschen und damit 43 Prozent der Weltbevölkerung an einer Erkrankung des Nervensystems wie Demenz, Migräne oder Schlaganfall. Laut einer Studie des US-Instituts für Gesundheitsmesswerte und Evaluierung (IHME) aus 2024 nahm die Zahl derartiger Erkrankungen in den vergangenen drei Jahrzehnten um 59 Prozent zu. Hauptursache dieser Entwicklung sei die zunehmende Überalterung. In Deutschland leiden laut Deutsche Gesellschaft für Neurologie fast 60 Prozent aller Menschen an einer neurologischen Erkrankung. Die häufigsten Probleme sind Kopfschmerzen, Migräne und chronische Rückenschmerzen. Auch Demenz und Folgen von Schlaganfällen zählen dazu. Die Kosten fürs Gesundheitssystem sind enorm: geschätzt etwa 64 Milliarden Euro im Jahr.
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