Немецкий Экономика
06.07.2026 Читать источник
Владельца кемпинга на Боденском озере поздравляют с 65-летием после инвестиций в 5 млн евро

Хейдрун Мюллер отметила юбилей своего семейного бизнеса, который в 2025 году занял 10-е место в Германии по рейтингу клиентов. Предпринимательница анонсировала новые инновационные проекты, включая уникальные модульные домики для велосипедистов, и подчеркнула роль кемпинга в экономике региона.
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65-jähriges Bestehen
Campingplatz am Bodensee: Trotz Millionen-Investition hat die Besitzerin noch viel vor
Lindau • Lesedauer: 4 min.
„Ein reetgedecktes Haus an der Nordsee war mein Traum“, verrät Heidrun Müller. Es kam anders. 1995 kauften ihre Eltern den Gitzenweiler Hof nördlich von Lindau. Seitdem führt sie den Campingpark und feierte nun am Wochenende mit vielen Freunden, Kollegen, Geschäftspartnern und natürlich Campern den 65. Geburtstag der 14 Hektar großen Anlage. „Die Region ist meine Heimat geworden“, sagt die gebürtige Würzburgerin heute. Wer sie kennt, weiß, dass dies keine Floskel ist.
Die Geschichte des heutigen Campingparks begann 1961. Die Familien Martini und Minke betrieben im bereits 1380 erwähnten Gutshof eine Landwirtschaft. Immer häufiger fanden sich dort Urlauber auf dem Weg nach Italien ein, um einen Zwischenstopp zu machen. 1969 gaben die Familien die Landwirtschaft endgültig auf und verkauften an Alfred Tabbert, der das Gelände als Campingplatz fortführte.
1971 erwarb der Unternehmer Alfred Lindstedt das Areal und machte daraus den „Freizeit- und Erholungspark Gitzenweiler Hof“. Bereits ein Jahr später kürte das Magazin „Stern“ die Anlage zu einem der schönsten Plätze in Europa. Nach Lindstedts Tod kauften Müllers den Gitzenweiler Hof. Bernd Müller war der Steuerberater Lindstedts gewesen. Seine 22-jährige Tochter Heidrun führte damals die Bücher und übernahm die Geschäftsleitung in Lindau.
Viel hat sich seitdem getan. Zehn Millionen Euro habe sie in den ganzjährig geöffneten „Gitz“ bislang gesteckt, schätzt die Chefin. Doch jetzt stehen wieder Investitionen an, um das 14 Hektar große Camping-Ressort mit seinen rund 700 Stellplätzen (knapp die Hälfte ist mit Dauercampern belegt) für die Zukunft zu rüsten.
Wie es im Campingpark aussieht, sehen Sie im obigen Video.
Man werde „peu à peu den Campingpark umgraben“, kündigt Heidrun Müller der Geburtstagsgesellschaft am Samstag an. Noch mehr als bisher soll „der Gitz“ durch das Projekt „Zukunftsbau 2028“ modern, umwelt- und mitarbeiterfreundlich sein. „Der Camper und die Natur werden aber weiter im Vordergrund stehen.“
Das ist geplant
Ein neues Wirtshaus mit Terrasse sei ebenso geplant wie eine PV-Anlage, eine neue Camperküche, Work- und Travelräume, Clubräume, ein neues Sanitärgebäude und Indoor-Spielplätze. Der durchs Gelände fließende Wolfsbach soll „wieder ausgegraben und renaturiert“ werden. Herzstück werde das „Gitz-Haus“ als Ort für Begegnung, Genuss und gemeinsame Erlebnisse. Fünf Millionen Euro sollen insgesamt investiert werden.
Alles will Heidrun Müller ihren Gästen aber noch nicht verraten: „Lasst Euch überraschen.“ Was sie ihnen schon zeigen kann, sind die Bikeboxen. Containerartige Unterkünfte mit einer kleinen Garage für Fahrrad, E-Bike oder Motorrad, einem kleinen Bad und einem kleinen Schlafzimmer mit zwei Betten. „Das ist meine Erfindung“, erzählt die Chefin stolz.
Einen Einblick in eine Bikebox gibt's im folgenden Video.
„Alles ist natürlich nichts ohne mein Team“, betont Heidrun Müller und hebt Kristina, Florian und Laura besonders hervor. Sie schließt in ihren Dank ausdrücklich auch Rezeption, Reinigung, Betriebshof, Service und Pächter mit ein. In der Hochsaison beschäftigt Heidrun Müller 80 Arbeitskräfte, in der Nebensaison sind es 40.
Zahlreiche Auszeichnungen
Die erwähnte Auszeichnung im „Stern“ ist nur eine von vielen, die der Gitzenweiler Hof erhalten hat. Erwähnt seien hier nur die beiden jüngsten. 2025 erhielt die Eigentümerin des Campingparks für ihre Verdienste für die Campingwirtschaft die Ehrennadel des Deutschen Caravaning Handels-Verband (DCHV). Um den zurückliegenden Jahreswechsel listete das Portal camping.info, laut eigenen Angaben das führende Camping-Portal in Europa, anhand von 120.000 analysierten Kundenbewertungen den Gitz auf dem zehnten Rang in Deutschland und auf dem 21. Rang in Europa.
Ein besonderes Wahrzeichen des Campingparks ist der bronzene Elefant am Eingang. Er geht auf den ungarischen Künstler Imre Varga zurück, einen Freund der Familie Müller. 1997 kam der rund 1,2 Tonnen schwere Elefant aus Budapest an den Bodensee und wurde am Eingang des Gitz aufgestellt. Er ist Vorbild für Fany, das Maskottchen des Gitzenweiler Hofs - und feiert kommendes Jahr seinen 30. Geburtstag.
Die Grüße und Glückwünsche der Stadt Lindau überbrachte auf der Geburtstagsfeier Carsten Holz, Geschäftsführer der städtischen Tourismus und Kongress GmbH (LTK). Er hob das große Engagement von Heidrun Müller hervor, das sich nicht nur auf ihren Campingpark beschränke. „Du guckst über den Tellerrand“, lobte Holz.
Der Lindauer Tourismuschef würdigte zudem das Camping als „tragende Säule unseres Tourismus“. Der Gitzenweiler Hof und der stadteigene Park-Camping am Zecher Bodensee-Ufer generieren jährlich nach seinen Worten genauso viele Übernachtungen wie die gesamte Hotellerie der Stadt.
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