Немецкий Экономика
09.09.2026 Читать источник
Город Майнерцхаген единогласно одобрил продление финансирования сервиса BEA на 2027 год
Политики Майнерцхагена утвердили бюджет в 100 000 евро для поддержки системы заказа такси BEA, связывающей город с Валбертом, и обязались покрыть половину возможных ростов затрат. Несмотря на стабильный спрос и высокую популярность проекта, его дальнейшая судьба после 2028 года остается неопределенной из-за общего давления на сокращение расходов в общественном транспорте.
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Beliebter On-Demand-Verkehr läuft weiter
Von: Bettina Görlitzer
Der Haupt- und Finanzausschuss in Meinerzhagen votierte einstimmig für die weitere Finanzierung des On-Demand-Angebots in Valbert. Ob BEA auch ab 2028 weiterläuft, ist noch offen.
Meinerzhagen – Seit dreieinhalb Jahren schafft BEA eine Verbindung zwischen Meinerzhagen und Valbert, die viele Bürger regelmäßig nutzen. Wie beliebt dieses „on-demand-Angebot“ im ÖPNV ist, zeigt sich auch darin, dass die Nutzer gerne - zusätzlich zum Tarif, der durch das Deutschlandticket abgedeckt wird, pro Fahrt einen Beitrag leisten. Am Montag stellten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Meinerzhagen die Weichen, damit das Projekt auch im nächsten Jahr weitergeführt werden kann. Einstimmig votierten die Politiker für eine Beschlussempfehlung der Verwaltung, 100 000 Euro im Haushalt für das Jahr 2027 bereitzustellen. Außerdem erklärt sich die Stadt Meinerzhagen bereit, im Falle von Kostensteigerungen, diese zu 50 Prozent zu übernehmen.
2025 wurden im Rahmen von BEA (Bestellen - Einsteigen - Ankommen) an 305 Betriebstagen 16 314 Fahrten durchgeführt, bei denen 19 575 Fahrgäste befördert wurden. Das entspricht einer Quote von durchschnittlich 1,63 Fahrgästen je Fahrt. Für die Kreisverwaltung belegen diese Kennzahlen eine stabile Nachfrage und eine hohe Akzeptanz des Angebots. In der Begründung für die Beschlussempfehlung für den Kreistag hieß es, dass es sich bei BEA „nicht um ein Nischenangebot handelt, sondern um einen regelmäßig genutzten Bestandteil der öffentlichen Verkehrsbedienung.“
Das letzte Wort dazu hat am Montag, 14. September, der Stadtrat. Dieser tagt ab 17 Uhr im Meinerzhagener Rathaus. Aber dessen endgültige Zustimmung dürfte eine Formsache sein. Denn bereits am 30. August endete die Frist, um die Verlängerungsoption für den bestehenden Vertrag zwischen der Märkischen Verkehrsgesellschaft und der Westfalen Bus GmbH zu ziehen. Der Kreistag des Märkischen Kreises hatte daher schon im Juli der Verlängerung für ein weiteres Jahr zugestimmt - unter der Bedingung, dass die Stadt Meinerzhagen weiterhin 100 000 Euro pro Jahr zur Finanzierung beiträgt und im Falle eventueller Kostensteigerungen diese zur Hälfte trägt.
BEA ist jenseits von Meinerzhagens Grenzen nicht unumstritten. Denn seit dem Ende der Förderung fließen jährlich 400 000 Euro aus dem Kreishaushalt zusätzlich zu dem ohnehin bei der MVG bestehenden Defizit in dieses Projekt. Gleichzeitig sind sich Politiker und Verkehrsplaner einig, dass BEA Modellcharakter für andere Verkehrsanbindungen im öffentlichen Raum haben kann und Kosten an anderer Stelle eingespart werden. Denn ohne BEA müsste die MVG den Schülerverkehr zwischen Meinerzhagen und Valbert wieder übernehmen. Hinzu käme der logistische Aufwand, wenn Fahrer und Busse zur Verfügung gestellt werden müssten.
Dennoch muss abgewartet werden, wie es ab 2028 mit BEA weitergeht, denn der Druck, Kosten beim ÖPNV zu sparen, ist hoch. Aus diesem Grund hat der Kreistag ebenfalls in seiner Sitzung im Juni eine erneute Fortschreibung des gerade erst im vergangenen Jahr beschlossenen Nahverkehrsplans (NVP) für den Märkischen Kreis beschlossen. Noch in diesem Jahr soll der neue Entwurf vorgelegt und im Kreistag am 10. Dezember beraten und beschlossen werden. Dafür sollen dem beauftragten Büro einige Planungsleitlinien unter dem Motto „Mobilität nach Maß“ an die Hand gegeben werden. Diese wurden den Kreispolitikern in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr in der vergangenen Woche vorgestellt und sollen am 1. Oktober im Kreistag bestätigt werden. Unter anderem sollen Liniennetz, Umläufe und Fahrzeugbedarf optimiert werden. Ziel soll es sein, „Verlässliche Mindeststandards“ zu schaffen.
Neben der Reduzierung von parallelen Linienführungen ist beispielsweise bei den Bedienungszeiträumen eine Optimierung der Bedienungsabläufe geplant, die sich am tatsächlichen zeitlichen Bedarf der Fahrgäste orientiert. Außerdem sollen sogenannte bedarfsgesteuerte Verkehrsformen ausdrücklich berücksichtigt werden, „wo sie zu einer bedarfsgerechten Ausgestaltung des Verkehrsangebotes beitragen können“, heißt es in der Vorlage der Kreisverwaltung. Zu solchen Angeboten zählt bekanntlich das Meinerzhagener BEA-Modell. Es könnte also Vorbildfunktion haben, aber ob es in der bisherigen oder einer wie auch immer angepassten Form weitergeführt werden kann, wird sich dann zeigen.
Dafür dass BEA über die geförderte Pilot-Phase hinaus weiter bestehen konnte, hatten die Valberter intensiv gekämpft. Vor zwei Jahren wurde das Finanzierungsmodell, das einen Eigenanteil der Fahrgäste mit Mitteln von Stadt und Kreis kombiniert, beschlossen.
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