Немецкий Религия
02.09.2026 Читать источник
Писатель, переживший войну и жизнь в изоляции, описывает свои последние дни и готовитсь к смерти

Автор, чья жизнь была омрачена войной и тоталитарным режимом, делится воспоминаниями о двух ключевых путешествиях и выражает скептицизм по поводу представлений о рае и аду. В связи с тяжелым заболеванием он объявляет о завершении своей публицистической деятельности, пообещав сообщить читателям о своем конечном местонахождении после смерти.
Перевод ИИ
Текст статьи доступен на языке оригинала.
Нажмите кнопку «Перевести статью» выше, чтобы сгенерировать перевод с помощью ИИ.
Оригинальный контент
Ich reise schon lange nicht mehr, es ist aber ein schönes Gefühl, an die vielen Reisen zurückzudenken, die wunderschöne Farben in mein Leben gebracht haben.
In den ersten 30 Jahren meines Lebens konnte ich gar nicht reisen. Ich war neun Jahre alt, als Europa von den Flammen des Krieges überzogen wurde. Später lebte ich im stalinistisch abgeschotteten Ungarn, dessen Grenzen von Minenfeldern umgeben waren. Dann, ab 1960, öffneten sich die Grenzen.
Doch nun zu meinen beiden großen Reisen. Die erste fand Ende Dezember 1944 statt und war, was die Entfernung betrifft, eigentlich gar nicht so groß: genau 600 Kilometer zwischen Komárom in Ungarn und Dachau bei München. Diese Reise legte ich jedoch innerhalb von sechs Tagen zusammengepfercht in einem verschlossenen Viehwaggon zurück, ausgestattet mit nur einem Wecken Brot und etwas Marmelade. Ich habe diese Reise, die ich mit 14 Jahren unternahm, als eine große Reise erlebt und erinnere mich auch heute so an sie, denn sie hat mein ganzes Leben beeinflusst. Sie prägte meine Persönlichkeit und meine Ansichten.
Meine zweite große Reise fand 46 Jahre später, im Jahr 1990, statt, als ich bereits 60 war. Es war eine 10.000 Kilometer lange Reise zwischen Budapest und Los Angeles. In einem Container reiste auch ein Teil unserer Möbel und Bücher mit uns – verpackt in 37 Kisten – auf dem Weg zu unserem neuen Wohnort in den USA.
Himmel und Hölle
Nun steht die dritte große Reise bevor und es ist an der Zeit, mich darauf vorzubereiten. Zwar stehen in unseren Bücherregalen ganze Reihen von Reiseführern, doch keiner gibt darüber Auskunft. Die Bibel scheint dafür besonders geeignet zu sein, aber überraschenderweise ist auch sie äußerst wortkarg. Die fundierteste Information erhielt ich von Hieronymus Bosch, der bereits im 15. Jahrhundert in Gemälden ausführlich darüber berichtete.
Auf dieser Grundlage scheint es, dass der Himmel – sofern man dort aufgenommen wird – nach einhelliger Meinung aller Beteiligten mit seinen ereignislosen Tagen und seiner eintönigen Musik höllisch langweilig sein dürfte. Jesus betont zwar begeistert, dass dies der Ort der endgültigen Glückseligkeit sei, mit Straßen aus Gold und Mauern, die mit Edelsteinen geschmückt sind. Nun ja, ich weiß nicht recht. Nach Straßen aus Gold sehne ich mich nicht – das ist eher etwas für Trump und seine königlichen Allüren.
Die Hölle, in die man angeblich ziemlich leicht gelangen könnte, scheint mir ebenfalls unangenehm. Selbst an kalten Tagen glaube ich nicht, dass ich es schätzen würde, über dem Feuer an einem Spieß gedreht zu werden. Folter mag ich gar nicht. Ziemlich ekelhaft ist, dass die Bibel von Würmern spricht, die nie verschwinden und den Menschen auffressen. So etwas habe ich schon während des Krieges erlebt. Damals mochte ich es ebenfalls nicht. Am häufigsten wird betont, dass in der Hölle tiefste Finsternis herrscht. Das ist zwar auch schon auf der Erde in vielen Ländern der Fall, angenehm ist es deshalb trotzdem nicht.
Die Entscheidung ist nicht leicht, aber ich kann nicht mehr lange damit warten. Meine schwere Erkrankung und mein geschwächter Zustand erlauben es mir nicht, das Schreiben fortzusetzen, das – ich übertreibe nicht – in den vergangenen Jahren für mich das Leben bedeutet hat. Somit verabschiede ich mich von meinen lieben Leserinnen und Lesern und danke Ihnen dafür, dass Sie mich in diesen letzten Jahren begleitet haben. Ich verspreche Ihnen jedoch, dass ich, wenn ich erst dort bin, Nachricht geben werde – entweder aus dem Himmel oder aus der Hölle.
Аналитика ИИ и парсинга
Технические детали обнаружения, сопоставления и связывания статьи
Поисковый запрос
«писатель война изоляция смерть завершение деятельности»
Запрос, сгенерированный ИИ для поиска статьи в веб-источниках
Связанные результаты поиска
ГРОЗНЫЙ, 7 сен - РИА Новости. Писатель и общественный деятель, Герой труда России, народный писатель Адыгеи ...
В Петербурге на 90-м году жизни скончалась Татьяна Соловьёва — историк, писатель, автор 46 книг о Северной столице и давний автор «Литературной газеты». Печальную новость вечером 3 сентября сообщили в издании. Татьяны ...
В гостях у Евгения Сазонова африканист и писатель Михаил Вольпе рассказывает об военных и гражданских подвигах великого поэта и исследователя в Первой мировой войне.