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08.09.2026 Читать источник
Печатный станок застрял: гости фестиваля «Оттенбах-Пост» ждут выхода своей газеты
Около 800 посетителей фестиваля на полиграфическом предприятии «Оттенбах-Пост» наблюдали за производством, но выпуск собственной газеты задержался из-за технической неисправности. Несмотря на поломку, гости оценили автоматизированный процесс и важность работы журналистов, которые не могут быть заменены машинами.
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800 Besucher bei Leserfest der Offenbach-Post: Einblicke in die Druckerei
Von: Ronny Paul Uns auf Google folgen
Rund 800 Gäste kommen zum Leserfest der Offenbach-Post und schauen zu, wie ihre Zeitung entsteht. Ausgerechnet die Festzeitung, an der viele selbst mitgewirkt haben, bleibt in der Maschine stecken.
Offenbach – Normalerweise kommt die Offenbach-Post zu ihren Lesern. An diesem Sonntag ist es umgekehrt: Rund 800 Gäste strömen zum Leserfest auf das Verlagsgelände an der Waldstraße – doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Sie hören Musik, essen und feiern. Viele aber wollen vor allem dorthin, wo ihre Zeitung entsteht: in die Druckerei.
Am Leitstand erklärt Druckereileiter Anton Geier, was passiert, wenn Offenbach schläft. Dann laufen die vor rund zwei Jahren erneuerten Maschinen auf Hochtouren. Eine einzige Papierrolle wiegt 1,3 Tonnen, auf ihr sind 22,5 Kilometer Papier aufgewickelt – genug für rund 45.000 Zeitungen. Neben der Offenbach-Post werden hier die Frankfurter Rundschau, die Frankfurter Neue Presse, der Hanauer Anzeiger und die Neue Zürcher Zeitung gedruckt.
Sobald die Maschinen anlaufen, beginnt der Wettlauf gegen die Uhr. Die Zeitungen werden gefalzt, geschnitten und mit Beilagen bestückt. Bis zu 36.000 Exemplare schafft die Weiterverarbeitung pro Stunde. Zwischen Mitternacht und 1.30 Uhr verlassen die Auslieferungstouren der OP den Verlag. Rund 800 Zusteller übernehmen – damit die Zeitung bis 6.30 Uhr im Briefkasten steckt.
„Wahnsinn“, sagt eine Besucherin. Eine andere staunt beim Film über die neue Druckerei im Foyer darüber, wie vieles automatisch funktioniert. Dann verweist sie auf das, was keine Maschine ersetzen kann: „Wenn es die Reporter nicht geben würde …“
Festzeitung wird zur Geduldsprobe
Einer von ihnen, Redakteur Joshua Bär, zeigt, was vor dem Druck passiert. Die Leser dürfen mitmachen: Wer ein aktuelles Foto vom Fest mitbringt, findet es anschließend in der Festzeitung wieder – frisch gedruckt zum Mitnehmen.
Barbara Hötzel aus Dreieichenhain und ihre Tochter Katharina Heinz sind nach der Besichtigung begeistert. „Das ist wie Science-Fiction“, sagt Hötzel. Seit mehr als 20 Jahren lesen beide die OP. Für Hötzel ist sie eine „Fundgrube für Veranstaltungen in der Region. Man ist immer auf dem Laufenden.“ Musikschullehrerin Heinz lobt, dass die Zeitung den „Ausverkauf der Kultur“ kritisch begleitet. Und eines wollen beide unbedingt loswerden: „Unsere Zeitungsausträgerin ist unglaublich nett.“
Auch Karl-Heinz und Helga Finger aus Mühlheim wissen, was sie in ihrer OP suchen: den Mühlheim-Teil, „Guten Morgen Offenbach“ und „Hessisch für Anfänger“. Während Helga Finger die gedruckte Ausgabe liest, ist ihr 84-jähriger Mann im E-Paper schon durch. „Das ist wirklich praktisch.“
Draußen gehört die Bühne den Musikern. Jaxxon 5 mit Werner Lotz spielen Rock und Oldies, Backtrip um Sportredakteur Harald Joisten spannen den Bogen von U2 über die Backstreet Boys bis zu Ed Sheeran. Kinder lassen sich schminken, basteln oder steuern Modellautos durch einen Hindernisparcours.
Vier Stunden später sind die Bands verstummt, doch in der Druckerei beginnt noch einmal Hochbetrieb. Ausgerechnet die Festzeitung, an der viele Besucher selbst mitgewirkt haben, will nicht aus der Maschine kommen. Eine Druckplatte für die rote Farbe hat sich verkantet und ist in die Anlage gefallen. Rund 80 Gäste verfolgen auf Bildschirmen am Leitstand, wie die Drucker nach dem Fehler suchen.
Beim nächsten Versuch reißt das Papier. Beim übernächsten noch einmal. Die Besucher warten geduldig und erleben dabei, was zuvor bei den Rundgängen nur erklärt worden ist: Auch eine weitgehend automatisierte Druckerei kommt ohne Erfahrung, schnelle Entscheidungen und Handarbeit nicht aus.
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Schließlich läuft die Maschine doch. Kurz nach 14.30 Uhr verlassen die letzten Besucher das Gelände – mit ihrer selbst mitgestalteten Festzeitung in der Hand. Und in der Druckerei wird es bald wieder laut – unter anderem für diese Ausgabe der Offenbach-Post.
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