Немецкий Культура
09.09.2026 Читать источник
Мария Жако стала первым в истории директором женского оркестра WDR в Кёльне
36-летняя Мария Жако, которая в детстве мечтала стать теннисисткой, теперь возглавляет Симфонический оркестр WDR в Кёльне. Она стала первой женщиной, занявшей эту должность в немецком радиовещательном оркестре.
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Marie Jacquot: Was für eine Schlaghand!
Marie Jacquot: Was für eine Schlaghand!
In ihrer Jugend wollte Marie Jacquot Tennisprofi werden. Nun wird sie als erste Frau Chefdirigentin eines deutschen Rundfunkorchesters.
Aus der
ZEIT Nr. 39/2026
Artikel aus DIE ZEIT
Erschienen in
DIE ZEIT Nr. 39/2026
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Artikelzusammenfassung
Ein Tennisschlag bei den French Open stellte für Marie Jacquot früh die Weichen. Als Kind schwankte sie zwischen Leistungstennis und Musik, entschied sich dann für die Posaune, das Orchesterspiel und schließlich fürs Dirigieren, weil sie das gemeinsame Musizieren stärker anzog als der sportliche Einzelkampf. Nach der Ausbildung in Wien begann sie 2016 in Würzburg, wechselte später an die Deutsche Oper am Rhein und machte auch international auf sich aufmerksam. 2022 dirigierte sie erstmals das WDR Sinfonieorchester, überzeugte dort mit ihrer musikalischen und menschlichen Art sowie mit klugen Programmen von Händel bis Bruckner und einer Probenarbeit, die auf Wirkung statt Härte setzt. Nun wird die 36-Jährige als erste Frau Chefin eines deutschen Rundfunkorchesters beim WDR in Köln und zeigt mit ihrem breiten Repertoire und ihrem Antrittsprogramm, wie sie Präzision, Risiko und Klangfantasie verbinden will.
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Jede Französin kannte diesen Schlag, auch Marie Jacquot kannte ihn, er galt als nationales Ereignis. Denn mit diesem Schlag hatte die Tennisspielerin Mary Pierce bei den French Open ihre ewige Widersacherin Monica Seles düpiert – mit einem Lob, einem Lupfer über Seles hinweg, mitten aus dem Lauf und im Sprung durch die eigenen Beine geschlagen. Ein Verzweiflungsmanöver, wie improvisiert, das sich in eine ballistische Sensation verwandelte. Am Ende gewann die Französin Pierce auch das Turnier, das war im Jahr 2000 – und die damals zehnjährige Marie Jacquot legte ihre Posaune zur Seite und rannte zurück auf den Tennisplatz.
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