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14.08.2026 Читать источник
Группа Lanserhof перенесла центральный офис из Гамбурга в Мариенштайн
Управляющий директор Christian Harisch переместил штаб-квартиру на Tegernsee, чтобы быть ближе к операционной деятельности и сотрудникам. Компания активно планирует строительство нового роскошного курорта на 90 миллионов евро в Марбелье, открытие которого ожидается в 2027 году.
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Lanserhof-Gruppe verlegt Zentrale von Hamburg nach Marienstein
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Die Unternehmensgruppe hat ihr Zentralbüro zum Lanserhof Tegernsee auf den Steinberg verlagert. Dort wird die Zukunft geplant – darunter ein 90-Millionen-Euro-Resort bei Marbella.
Marienstein – „Es ist nirgendwo besser als am Tegernsee“, findet Christian Harisch (59), Geschäftsführer der Lanserhof-Gruppe. Nur Kitzbühel will er da ausnehmen, seine Heimat. Die Landschaft, das Team, die Erreichbarkeit: All das hat den Tiroler bewogen, das Zentralbüro der Unternehmensgruppe von Hamburg auf den Steinberg zu verlegen. Dort ist seit 2014 der Lanserhof Tegernsee angesiedelt, der in Marienstein liegt und somit in der Gemeinde Waakirchen. Neben dem Lanserhof Tegernsee betreibt die Gruppe den Lanserhof in Lans, Österreich, und den 2022 eröffneten Lanserhof Sylt.
Für Waakirchens Bürgermeister Norbert Kerkel ist der Umstand, dass die Zentrale der Gesundheitsresort-Kette, die für absoluten Luxus und hochklassige Medizin steht, nun im kleinen Marienstein angesiedelt ist, eine positive Nachricht. Von früheren Protesten sei schon lange nichts mehr zu hören, Gebäude wie Betrieb fügten sich wunderbar ein: „Das ist ein Leuchtturm.“ Ob sich die Verlegung der Zentrale in die Gemeinde bei der Gewerbesteuer auszahle, müsse sich zeigen. Klar ist: Die Gemeinde profitiert wirtschaftlich von dem international bekannten Betrieb.
Das Traumgrundstück auf dem Steinberg mit Golfplatz und Hotel Magarethenhof hatte sich Harisch schon 2010 gesichert. Im Margarethenhof-Komplex wurde nun Platz für das strategische Herz der Lanserhof-Gruppe geschaffen. Wo sich früher ein Veranstaltungsraum für 200 Gäste befand, sind Büros entstanden. Als im Februar der Mietvertrag fürs Hamburger Büro auslief, begann der Umzug.
Er ist fast abgeschlossen, rund 20 Mitarbeiter kümmern sich um Finanzen, Verwaltung und neue Projekte. Das Team wird weiterwachsen, zwei neue Führungskräfte sind jüngst dazugekommen. Michael Braun hat den Posten des Hoteldirektors am Lanserhof Tegernsee übernommen, Alexander Mutavdzic ist als „Head of Finance“ fürs Monetäre der Unternehmensgruppe zuständig.
Beide haben viel Erfahrung in der Luxushotellerie. Hoteldirektor Braun war langjähriger Hotelmanager im Althoff Seehotel Überfahrt in Rottach-Egern und im Althoff Hotel am Schlossgarten in Stuttgart. Sein Vorgänger im Lanserhof Tegernsee, Torsten Kiener, bleibt dem Unternehmen als Projekt Manager Operations erhalten und verantwortet weiterhin den Margarethenhof sowie den Golfclub. Finanzchef Mutavdzic hatte zuvor die Erträge des Mandarin Oriental in München und des Kempinski Hotel Vier Jahreszeiten in München im Blick.
Hochkarätige Unterstützung für Harisch also, der als CEO der Lanserhof-Gruppe die Fäden in der Hand hält. Ihn beschäftigt derzeit vor allem der Neubau bei Marbella. „Das ist der nächste Schritt“, sagt er. Der Lanserhof in Spanien, auf dem Gelände der Finca Cortesin, wird der bisher größte werden. Gemeinsam mit AltamarCAM und Inbest-GPF investiert die Lanserhof-Gruppe über 90 Millionen Euro, um ein Resort zu schaffen, das noch einmal neue Maßstäbe setzt. „Es ist vieles ganz anders, auch ein noch internationaleres Publikum“, meint Harisch. Insgesamt sei es „ein Traum, in Spanien zu bauen“. Anders als beim Neubau zu Corona-Zeiten auf der Insel Sylt: „Da bin ich durchs Fegefeuer gegangen.“ Im Mariensteiner Büro ist man mit dem spanischen Projekt derzeit schwer beschäftigt. Die Eröffnung ist fürs Frühjahr 2027 geplant.
Mit der Entwicklung des Lanserhofs Tegernsee ist Harisch unterdessen „sehr glücklich“, wie er versichert. Gleiches gelte für den Golfplatz und das Golfhotel mit Restaurant. Dessen Ausbau ist geplant, aber etwas aus dem Fokus gerückt. „Langfristig wollen wir beim Hotel noch einmal anpacken“, meint Harisch. Aktuell sind Überlegungen im Gange, wie die Parksituation für die Golfer verbessert werden kann: Seit dem Einzug des Zentralbüros sind Parkplätze knapp geworden.
Vom Tisch ist hingegen der 2022 im Waakirchner Bauausschuss erörterte Plan, beim Lanserhof eine unterirdische Radiologie-Praxis in den Hügel zu schieben. Nachdem 2025 eine Radiologie-Praxis in Gmund eröffnet habe, bestehe kein Versorgungsdefizit in diesem Bereich mehr, meint Harisch. Das Projekt habe sich damit erübrigt. Weiter auf dem Zettel steht hingegen der 2019 genehmigte Neubau der Driving Range für den Golfplatz. Auch am Tegernsee, meint Harisch, habe man weiter zu tun.
Er selbst ist froh, künftig nicht mehr von Kitzbühel ins Büro nach Hamburg fliegen zu müssen. Nach Marienstein kommt er ohnehin oft. Über die Entscheidung, die Zentrale dorthin zu verlegen, sei er sehr froh, meint Harisch. Auch weil es besser sei, das Büro dort zu haben, wo auch der Betrieb stattfinde: „Den soll man spüren.“ Etliche Mitarbeiter sind aus Hamburg hierhergezogen, andere neu im Team. Die Stimmung sei gut, berichtet Harisch: „Wo hat man schon einen Golfplatz neben dem Büro?“
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