Немецкий Экология
09.09.2026 Читать источник
Дети и садоводы из Шёнгейзинга создали уникальное «песочное убежище» для диких пчел
Участники летнего проекта совместно с детьми выкопали на территории ассоциации садоводов 80-сантиметровую яму, устлав её слоями песка и дренажа для создания гнездовий для наземно-гнездящихся пчел. Помимо нового биотопа, участок с редкими сортами яблок оборудован дуплогнездами, живыми изгородями и перекати-поле для защиты от вредителей.
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Kinder bauen Sandarium für Wildbienen auf Streuobstwiese
Von: Ulrike Osman Uns auf Google folgen
Der Gartenbauverein Schöngeising hat mit Kindern ein Sandarium für bodennistende Wildbienen angelegt. Dafür musste der Boden knapp 80 Zentimeter tief ausgehoben werden.
Schöngeising – Auf den ersten Blick könnte man es für eine Art Kunstwerk im Grünen halten – eine quadratische Fläche, eingerahmt von Dachziegeln und Ästen, verziert mit etwas Bewuchs, bemalten Steinen und Tonscherben. Doch das Gebilde ist keine Spielerei, sondern dient der Artenvielfalt. Es handelt sich um ein Sandarium – ein Zuhause für bodennistende Wildbienen. Zu finden ist es auf der Streuobstwiese des Vereins für Gartenbau und Landespflege Schöngeising. Im Rahmen eines Ferienprojekts wurde das Sandarium kürzlich gemeinsam mit Kindern angelegt.
Knapp 80 Zentimeter musste der Boden ausgehoben werden, erzählt der Vorsitzende Carsten Driendl. Auf eine Drainage aus Dachziegel- und Tonscherben – die die Kinder mit Wumms und viel Spaß in die Grube werfen durften – wurden Schichten aus ungewaschenem Sand aufgebracht und immer wieder verdichtet.
„Der Sand ist inzwischen schon schön hart geworden“, freut sich Driendl. „Das muss sein, damit die Wildbienen tiefe Röhren bohren können, die nicht in sich zusammenfallen.“ Deshalb darf kein feiner Spielplatzsand verwendet werden. Am Boden der Röhren platzieren die Wildbienen ihre Brutzellen.
Hinten ist der Sand etwas höher aufgeschüttet, denn manche Arten bohren lieber waagerecht. Große Steine, von den Kindern bemalt, sollen Insekten zum Aufwärmen dienen. Das stachelige Gestrüpp hält Katzen davon ab, die Fläche als Toilette zu missbrauchen.
Nicht nur dank des Sandariums ist die Streuobstwiese eine kleine ökologische Oase. Ein Totholzhaufen und eine Benjeshecke bieten Käfern, Vögeln und anderen Tieren Schutz und Nahrung. Totholz, betont Driendl, gehöre in jeden Garten. Auch Nistkästen und ein Insektenhotel haben die Aktiven aufgehängt.
Das Gelände an der Alten Rothschwaiger Straße liegt idyllisch zwischen Waldrand, Ortsrand und einer landwirtschaftlichen Fläche. Nahe der Grundstücksgrenze steht eine Greifvogelstange, befestigt an einem im Boden verankerten Thujenstamm. Von dort oben haben Bussarde einen guten Blick auf das benachbarte Feld und mögliche dort herumhuschende Beute. Man hoffe auch auf eine Dezimierung der Wühlmäuse auf der eigenen Wiese, erzählt Carsten Driendl.
Die Nager können Schäden an den Bäumen verursachen – und die haben unter der Trockenheit des Sommers schon genug gelitten. „Ein Baum ist fast kaputtgegangen“, berichtet der frühere Vereinsvorsitzende Frank Ahrens.
Über 20 Apfelsorten wachsen auf dem Gelände, darunter alte, vielfach unbekannte Sorten wie Erdbeerapfel, Thurgauer Weinapfel, Roter Hauptmann und Blumberger Langstiel. 1300 Kilo haben die Aktiven im vergangenen Jahr geerntet. Das Obst wird zu Saft gepresst, den die Vereinsmitglieder – 242 sind es derzeit – kaufen können.
Wie es sich für eine Streuobstwiese gehört, wird nur zweimal im Jahr gemäht, und auch das mit Rücksicht auf die Insektenwelt. Um die Bäume herum bleiben Grasinseln stehen, damit die Tiere weiterhin lange Halme vorfinden. Die Mahd wird vor dem Abtransport kurz liegen gelassen, um Insekten Gelegenheit zur Flucht zu geben.
„Wir wollen die Natur unterstützen“, sagt Carsten Driendl. Dazu gehört auch, den Nachwuchs mit Ferienaktionen wie dem Bau des Sandariums an das Thema Natur- und Artenschutz heranzuführen. Jedes Kind durfte außerdem einen eigenen sandgefüllten Blumentopf mitnehmen – als Mini-Sandarium für Zuhause. „Auch im Kleinen kann man für Insekten schon etwas tun“, betont Driendl.
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