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02.09.2026 Читать источник
Швейцарское издательство Ringier внедряет ChatGPT Enterprise, сохраняя разделение данных с OpenAI

Швейцарская медиагруппа Ringier объявила о масштабном сотрудничестве с OpenAI для внедрения ChatGPT Enterprise в IT-инфраструктуру и журналистские процессы. В отличие от других игроков рынка, компания гарантирует, что не будет передавать OpenAI свои журналистские материалы, однако продолжает активно использовать другие инструменты ИИ для анализа данных.
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Ringier hatte eine unternehmensweite Zusammenarbeit mit OpenAI angekündigt, die mehrere Bereiche umfasst: von IT über digitale Marktplätze bis hin zur Unterstützung im journalistischen Alltag bei der Recherche. Es gehe um die schrittweise Einführung von ChatGPT Enterprise in der Ringier-Gruppe, begleitet von OpenAI, schreibt das Zürcher Medienhaus. Medienredaktor Salvador Atasoy ordnet ein.
Was fällt auf bei dieser Zusammenarbeit?
Zwei Dinge sind bemerkenswert: Zum einen betont Ringier, man werde keine journalistischen Inhalte mit OpenAI teilen, also genau das nicht machen, was andere Medienhäuser wie Axel Springer explizit in dieser Zusammenarbeit tun. Und zweitens zeigt dieser umfassende Deal: Ringier ist, was man oft auch vergisst, ein internationales Medienunternehmen, das zu den grösseren in Europa zählt und darum auch für OpenAI interessant ist.
Wie dürfte dies die journalistische Arbeit von Ringier verändern?
Fairerweise muss man sagen, dass Ringier schon seit Jahren enorm auf dieses Datengetriebene setzt. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Softwareunternehmen Palantir bei der Verknüpfung und Auswertung von Daten im Newsroom. Und nun kommt ein weiterer wichtiger Baustein dazu, nämlich KI als Werkzeug. Man betont zwar, dass am Ende immer noch Menschen entscheiden bei Einordnung und Veröffentlichung. Aber diese Zusammenarbeit macht klar, dass KI nicht nur ein mögliches Werkzeug in der journalistischen Arbeit darstellt, sondern immer mehr zu einem Dreh- und Angelpunkt bei der Erstellung von Inhalten wird. Sprich: Der Einsatz von KI dürfte sich damit noch einmal deutlich ausweiten und auch deutlich verstärken.
Lässt sich kontrollieren, ob die redaktionelle Verantwortung bei Menschen bleibt, wenn KI so breit eingesetzt wird?
Stand heute gibt es keine Möglichkeit, das zu überprüfen. Wir haben derzeit eine Art Wildwestsituation im Journalismus, weil es in der Schweiz keine verbindlichen Vorgaben gibt, die die Deklaration, den Umfang der Nutzung von KI oder den Anteil an KI-generierten Inhalten vorschreiben. Korrekt ist zwar, dass man etwa bei der SRG und beim Presserat an solchen Standards arbeitet. Aber es gibt hier Stand heute weder Resultate noch Anwendungsbeispiele. Man muss also als Leserin oder Leser auf das vertrauen, was die einzelnen Titel als eigene Richtlinie veröffentlichen. Und das ist wenig bis nichts. Beim «Blick» etwa gibt es Kategorien wie «KI-generiert, redaktionell geprüft». Aber was das genau heisst, ist unklar.
Ringier-CEO Marc Walder hat immer wieder betont, wie schädlich KI-Unternehmen für den Journalismus seien. Ist dieser Deal ein Widerspruch?
Marc Walder hat immer wieder gesagt, dass diese unerlaubte Nutzung von journalistischen Inhalten durch KI den grössten Diebstahl in der Geschichte des Journalismus darstelle. Aber unter Walder wurde schon vor Jahren eine vertiefte Zusammenarbeit mit Palantir beschlossen. Und die Macht von KI als Werkzeug ist auch bei Ringier unbestritten. So gesehen ergibt diese Zusammenarbeit Sinn. Sie ist stringent. Die Frage ist: Bleibt es dabei, etwa aus journalistischer Sicht? Wie viel Mensch steckt denn in einem Jahr noch in einem «Blick»-Artikel? Und zum anderen: Wer KI als Werkzeug nutzt, der teilt ja immer auch Daten und trainiert die KI mit. Sprich: Eine kontrollierte Zusammenarbeit mit KI verhindert nicht automatisch, dass genau das passiert, was man nicht will – das Training von KI mit journalistischem Wissen.
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