Немецкий Общество
06.07.2026 Читать источник
Основатель детского приюта в Германии уходит на пенсию после 25 лет работы
Рональд Крюгер, основатель учреждения JuLe-GmbH, объявил о выходе на пенсию после четверти века руководства приютом для детей и подростков. На торжественной церемонии в Реклингене он вручил должности своим преемникам, отметив важность поддержки уязвимых слоев населения.
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JuLe-Gründer Ronald Krüger geht nach 25 Jahren in den Ruhestand
Uns auf Google folgenDer pädagogische Leiter der JuLe-GmbH hat die Jugendhilfe-Einrichtung 2001 selbst mitgegründet. Sein Motto lautete: „Wir können nicht alle retten, aber wir müssen es versuchen."
Recklingen/Arendsee. – Es sei schon etwas Besonderes, wenn ein Unternehmen 25 Jahre alt wird und ein leitender Mitarbeiter gleichzeitig sein 25-jähriges Jubiläum feiert. Am Wochenende gab es genau diese Konstellation. Ronald „Pitt“ Krüger, der pädagogische Leiter der JuLe-GmbH, hatte diese Einrichtung 2001 gegründet.
Wir können nicht alle retten, aber wir müssen es versuchen.
Als Streetworker in Osterburg erkannte er schnell, dass es viele junge Menschen nicht immer leicht haben. Noch schlimmer – bei einigen bestand und besteht die Gefahr, dass sie auf der Straße oder im Strafvollzug landen. Die Gründe dafür sind vielschichtig, sie lagen auch oft im Elternhaus. „Wohin mit diesen Kindern?“, fragte sich „Pitt“ Krüger. Es bestand dringend Handlungsbedarf.
Alles begann in Recklingen
Ein Zuhause musste her. In Recklingen gab es noch dieses alte Kinderheim. Zum damaligen Zeitpunkt lebten noch vier Kinder darin. Einen Unterstützer fand der engagierte Streetworker und inzwischen ausgebildete Sozialpädagoge in der LeBe Mechau in Person von Thomas Giese. Und so ging es schnell. Das Kinderheim wurde gekauft.
Später kamen die Häuser in Thielbeer und in Zühlen dazu. „Als pädagogischer Leiter war es meine große Idee, den Kindern nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern ihnen auch Struktur zu geben“, machte „Pitt“ Krüger in einem Gespräch klar. Und es scheint, genau diese Tatsache könnte in der heutigen Zeit anecken. Es ging um feste Zeiten, um das Aufstehen und die Fahrt zur Schule, es ging um Verantwortung.
„Ja, wenn ein Kind als Frühstücksverantwortlicher seinen Job nicht machte, dann gab es kein Frühstück, für alle“, hieß es. Undenkbar? Nein, Erziehung, Gruppendynamik nennt Krüger das. In solch einer Gemeinschaft mit schwierigen Ausgangssituationen und nicht immer funktionierenden Charakteren, war genau diese Struktur notwendig.
Nach Hause fahren, war nicht allen Kindern und Jugendlichen vergönnt. Die Härte des Lebens abfangen, das war Aufgabe der Leiter und Mitarbeiter. Und ist es heute noch. Die oft in der heutigen Zeit geteilte Meinung, Kinder sollten tun und lassen, was sie wollen, um sich zu entfalten, war nicht umsetzbar.
Von Rückschlägen nicht entmutigen lassen
„Bei uns wird mit Messer und Gabel gegessen. Darauf legen wir Wert“, so Krüger. Handys bestimmen nicht den Tag der Heimbewohner. Die Arbeit mit den Kindern erfordert auch heute die enge Zusammenarbeit zwischen Jugendämtern und der JuLe. Kürgers Motto auch am Wochenende in Recklingen bei der großen Geburtstagsfeier lautete: „Wir können nicht alle retten, aber wir müssen es versuchen.“
Ja, es habe Rückschläge gegeben. Wer mit Menschen arbeite, dürfe sich auch davon nicht entmutigen lassen. Doch der Dank der Kinder und Jugendlichen, die es geschafft haben, tut der Seele gut. „Es kamen Kinder, die sonst keine Chance mehr gehabt hätten“, machte Krüger klar.
Und jedes einzelne Kind sei ihm und seinen Mitarbeitern wichtig. Jedes. Und selbst bei Fehlschlägen habe er immer daran geglaubt, dass es sich lohne, sich für Menschen einzusetzen, die nicht auf der Sonnenseite leben. Zwar sei jeder irgendwie seines Glückes Schmied, heißt es ja. Aber dabei unterstützend behilflich zu sein, sei mehr als ein Job.
Am Samstag gab Krüger auch seinen Abschied aus dem Berufsleben bekannt. Mit Christian Minkus in Thielbeer und Zühlen sowie Andreas Brunsch in Recklingen habe er zwei Nachfolger. „Pitt“ Krüger habe dabei ein gutes Gewissen, sagte er.
Noch wolle er beratend tätig sein. Die Liebe zu den Kindern, die Liebe zu den Menschen, die es mehr als schwer haben, lässt ihn nicht ruhen. Dafür gab es bei der Feier in Recklingen Lob und Anerkennung. Zunächt war es „Pitt“ Krüger, der seinen Weggefährten dankte, dann war die Bühne seine.
Taschentücher brauchte es viele, Tränen flossen. Und noch eines war dem Arendseer wichtig. Im Gespräch wurde auch den Menschen in Thielbeer, Zühlen und Recklingen gedankt. Aus Zweifeln, aus Ängsten, aus Vorbehalten gegenüber den Einrichtungen seien Verständnis und sogar Unterstützung gewachsen. „Eine großartige Erfahrung“, sagte Krüger.
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