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16.07.2026 Читать источник
Арктический круизный проект The Polarship признан несостоятельным
Суд Гамбурга ввел временное управление имуществом компании The Polarship, чей проект эксклюзивных экспедиций на переоборудованном судне потерпел неудачу. Пока неясно, смогут ли состояться запланированные рейсы и как будут возвращены предоплаты клиентам.
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Deutsches Arktis-Start-up insolvent: Gegenbewegung zum Kreuzfahrt-Trend scheitert
Uns auf Google folgenEin umgebauter Bojenleger sollte Abenteurer in die Arktis bringen – jetzt hat ein Gericht die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet.
Hamburg – Gletscher, Eisbären, Nordlichter – und nur zwölf Gäste an Bord. Was wie der Beginn einer außergewöhnlichen Reise klingt, ist für die Hamburger The Polarship GmbH vorerst das Ende.
Das Amtsgericht Hamburg hat am 14. Juli 2026 um 10:10 Uhr die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen des Unternehmens angeordnet. Das Verfahren läuft unter dem Aktenzeichen 67h IN 256/26. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Joachim Büttner von der Kanzlei BRRS in Hamburg.
Ein Traum, ein altes Schiff – und ein ambitioniertes Konzept für Expeditionen in die Arktis
Die Idee hinter The Polarship war eine bewusste Gegenbewegung zum Trend immer größerer Kreuzfahrtriesen. Mit dem umgebauten Bojenleger „Terschelling“ – einem 1963 für die niederländische Küstenwache gebauten Schiff – wollten Johanna Schäfer aus Hamburg und der britische Kapitän Jarren Flack exklusive Expeditionen in die Arktis anbieten. Maximal zwölf Gäste, sechs Kabinen, ein 70 Quadratmeter großer Panoramasalon – und Routen, die großen Kreuzfahrtschiffen verschlossen bleiben.
Flack brachte neun Jahre Erfahrung in arktischen Gewässern mit, Schäfer langjährige Führungserfahrung aus der Medienbranche. Auf der Unternehmenswebsite erklärte sie die Motivation: „Als ich Jarren begegnete, beschlossen wir beide, unsere Träume in die Realität umzusetzen.“ Flack formulierte den Anspruch so: „Wir möchten mit der Terschelling zeigen, dass man auch in der Kreuzfahrtbranche neue Wege gehen kann: klein, nachhaltig, persönlich und naturverbunden.“
Die GmbH wurde 2023 gegründet und mit einem Stammkapital von 25.000 Euro ins Hamburger Handelsregister eingetragen (HRB 180471). Geplant waren Fahrten nach Grönland, Schottland und Nordnorwegen – Preise ab 3.900 Euro pro Person.
Seit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung sind alle Verfügungen der Gesellschaft nur noch mit Zustimmung von Rechtsanwalt Büttner wirksam. Schuldner des Unternehmens wurden aufgefordert, Leistungen nur noch unter Beachtung des gerichtlichen Beschlusses zu erbringen. Das Verfahren ist noch nicht eröffnet – es handelt sich zunächst um Sicherungsmaßnahmen. Das Gericht prüft nun, ob die Voraussetzungen für ein reguläres Insolvenzverfahren vorliegen und ob das Unternehmen in irgendeiner Form weitergeführt werden kann.
Die Website des Unternehmens ist weiterhin erreichbar und bewirbt aktiv Expeditionen. Ob diese Reisen noch stattfinden können, ist offen. Unklar ist auch, wie viele Kunden bereits Vorauszahlungen geleistet haben. Im Regelfall sind Anzahlungen für Pauschalreisen über einen Sicherungsschein abgesichert – ob das hier zutrifft, muss der Insolvenzverwalter klären. Die Ursachen für den Insolvenzantrag sind bislang nicht bekannt. Weder Insolvenzverwalter noch Geschäftsführung äußerten sich bisher öffentlich. Auch eine Hamburger Modemarke ist insovent, ebenso wie eine bekannte Jobplattform. (Quellen: Hamburger Abendblatt, diebewertung.de, Presseportal/The Polarship GmbH) (cgsc)
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