Немецкий Правосудие
04.09.2026 Читать источник
Спор Deutsche Bahn и ZDF по поводу документального фильма о хаосе в железной дороге урегулирован
Deutsche Bahn отказалась от дальнейших судебных действий против ZDF после того, как телеканал опубликовал извинения и исправил неточности в своей критической репортаже о безопасности. Конфликт, угрожавший эскалацией, был разрешен благодаря подписанию заявления об отказе от иска и корректировке данных в онлайн-архиве.
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Hayali-Dokumentation: Streit zwischen Bahn und ZDF beigelegt
Die Auseinandersetzung zwischen der Deutschen Bahn und dem ZDF um angebliches „Chaos“ bei der Bahn schlug hohe Wellen. Wie der Streit nun beendet werden konnte.
Mainz/Berlin. Dunja Hayali ging bei ihrer ZDF-Dokumentation mit dem Titel „Am Puls - Unsere Bahn: geliebt, verflucht - gefährlich?“ in die Vollen. „Haarsträubende Sicherheitsmängel und Uralt-Technik bringen Mitarbeitende in Not und sorgen für Chaos bei den Kunden“, lautete ein Urteil der Sendung, die am 21. Juli ausgestrahlt worden war. Das ließ die Bahn nicht auf sich sitzen und forderte, die Dokumentation aus der ZDF-Mediathek zu löschen. Der Streit drohte zu eskalieren.
So hielt die Bahn ihre Forderung nach einer Löschung zunächst aufrecht und drohte mit weiteren rechtlichen Schritten, obwohl das ZDF bereits kurz nach der Ausstrahlung eine Unterlassungserklärung unterzeichnet und eine Zahlenangabe zu digitalen Stellwerken in der Mediatheken-Fassung von „0“ auf „3“ korrigiert hatte. Zudem hatte der Sender im Titel einer Grafik zur Bahnpünktlichkeit in Belgien die Überschrift geändert und sie an die Aussage des Sprecher-Texts angepasst. Nun ist die Auseinandersetzung beigelegt.
Bahn verfolgt aktuell keine weiteren rechtlichen Schritt
Wie die Nachrichtenagentur epd unter Berufung auf die Deutsche Bahn berichtet, verzichtet das Unternehmen jetzt doch auf juristische Schritte. Die Bahn verwies dazu auf die von dem Mainzer Sender abgegebene Unterlassungserklärung wegen „unwahrer Tatsachenbehauptungen“ sowie die erwähnten Korrekturen. „Weitere rechtliche Schritte verfolgen wir aktuell nicht“, wird ein Bahn-Sprecher zitiert. Das ZDF verteidigte die Sendung ihrer Journalistin bis zum Schluss und lehnte eine Löschung des Beitrages in der Mediathek ab.
„Die im ZDF-Streaming-Portal abrufbare Dokumentation ist journalistisch sorgfältig recherchiert, weist keine inhaltlichen Mängel auf und bildet verschiedene Perspektiven umfassend ab“, berichtete ein Sendersprecher Anfang August. Zahlreiche Bahn-Mitarbeitende hätten in dem Film ihre Erfahrungen geschildert. Auch Vorstandschefin Evelyn Palla erhalte ausführlich Gelegenheit zur Stellungnahme.
Die Bahn berief sich bei ihrem Vorgehen gegen die ZDF-Sendung auf ein BGH-Urteil vom 12. Mai 2026 (Az. VI ZR 346/24). Demnach ist eine bewusst unvollständige Berichterstattung rechtlich wie eine unwahre Tatsachenbehauptung zu behandeln. Der aktuelle Fall hätte zum Präzedenzfall werden können, wie die Rechtsprechung ausgelegt wird.
So bewarb das ZDF die kritisierte Sendung auf Facebook.
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