Немецкий Экология
08.09.2026 Читать источник
В Ростоке участились встречи с ядовитыми гадюками: эксперты призывают не паниковать

В пригороде Ростока Маркграфенхайде жители регулярно наблюдают ядовитых гадюк, однако лесничий подчеркивает, что это нормальное явление, не требующее паники. Эксперт рекомендует соблюдать осторожность в дюнах и лесах, но отмечает, что укусы редки и успешно лечатся.
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Giftschlangen-Alarm an der Ostsee
Sie ist gut getarnt, giftig und kann kräftig zubeißen: Im Rostocker Ortsteil Markgrafenheide an der Ostsee sind seit August immer wieder Kreuzottern gesichtet worden. Laut dem Rostocker Forstamtsleiter Jörg Harmuth ist das aber „ganz normal“ und kein Grund für Panik. „Die Kreuzotter meidet Menschen, Bisse sind selten und in der Regel gut behandelbar“, erläutert er. Von einem Biss Betroffene sollten aber dennoch den Notruf 112 wählen. „Gerade Allergiker und Menschen mit Vorerkrankungen“, so Harmuth weiter.
Auch an Badeseen werden immer wieder Schlangen gesichtet, wie das folgende Video zeigt:
Bedroht vom Aussterben
Kreuzottern stehen auf der Roten Liste vom Aussterben bedrohter Tiere. In den feuchten Lebensräumen rund um Markgrafenheide – etwa in Dünenbereichen, Mooren und schattigen Laubwäldern – sind sie aber noch anzufinden. „Es ist völlig normal, dass man ab und zu eine trifft“, sagt der Forstamtsleiter. Meldungen über vermehrte Sichtungen seien aber häufig Folge einzelner Beobachtungen, die sich über soziale Netzwerke aufschaukeln, kritisiert Harmuth.
Weiter führt der erfahrene Förster aus: „Die Kreuzotter zählt neben Ringelnatter und Glattnatter zu den drei Schlangenarten, die in der Region vorkommen.“ Sie ziehe sich bei Störung unbemerkt zurück, beiße nur, wenn sie sich bedroht fühle oder überraschend Kontakt entstehe – etwa beim Umsetzen von Holzstapeln.
Schlangen vor allem bei höheren Temperaturen aktiv
Und weiter: Schlangen seien „wechselwarm“ und vor allem bei höheren Temperaturen aktiv. Ab etwa zehn Grad würden sie „mobil“. Mit fallenden Temperaturen zögen sie sich in Winterquartiere zurück. Warnschilder hält Harmuth aber nicht für erforderlich. Schlangen seien seit Jahrzehnten Teil der heimischen Fauna, ein „Schilderwald“ würde weder die Tiere lenken, noch die Situation verbessern.
Rostocks Forstamtsleiter Jörg Harmuth (Archivbild) (Foto: Georg Scharnweber )
Zudem verschaffen sie auch Vorteile: Kreuzottern leisten laut Harmuth einen Beitrag zur Schädlingskontrolle. „Eine Kreuzotter im Garten bedeutet meist weniger Probleme mit Mäusen und Ratten“, so der Forstexperte. Eine ausgewachsene Schlange fresse 20 bis 30 Mäuse im Jahr.
Und wo genau ist eine Begegnung mit einer Kreuzotter möglich? Meist in Heidebereichen, sagt Harmuth, etwa in Hinrichshagen, Wiethagen und rund um Markgrafenheide, begünstigt durch Hütelmoor, Radelsee und Moorgräben. In Stadtgebieten eher nicht. „Schlangen werden auf Straßen leicht überfahren.“
Schließlich noch ein praktischer Tipp vom Experten: In Dünen- und Heidebereichen vor dem Hinsetzen mit einem Stock das Gras leicht bewegen. Hunde anleinen und von potenziellen Versteckzonen fernhalten.
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