Немецкий Общество
06.07.2026 Читать источник
Сотрудники кладбища в Касселе паркуются на захоронениях из-за дороговизны платных мест
Работники администрации кладбища в районе Вельхайден вынуждены оставлять автомобили на свободном участке рядом с могилами, чтобы избежать ежедневных расходов на парковку. Местные жители и сотрудники администрации критикуют введение платной зоны, отмечая неудобства для траурных церемоний и нарушение спокойствия на кладбище.
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„Keine andere Wahl“: Friedhofsmitarbeiter dürfen jetzt auf einer ungenutzten Grabfläche parken
Uns auf Google folgenSeit der Ausweitung der Parkgebührenzone stellen Friedhofsmitarbeiter ihre Autos neben der Kapelle ab. Bald sollen sie auf eine 100 Meter entfernte Fläche ausweichen – und müssen dafür an Gräbern vorbeifahren.
Wehlheiden – Seitdem die Parkgebührenzonen in Wehlheiden und im Vorderen Westen ausgeweitet worden sind, suchen sich viele Menschen, die dort arbeiten, alternative Parkmöglichkeiten. Einem Besucher des Friedhofs Wehlheiden ist kürzlich aufgefallen, dass dort jetzt Fahrzeuge rechts und links neben der Friedhofskapelle abgestellt worden sind.
Der Mann schreibt, dass man in einer Oase der Ruhe zwischen den Gräbern Parkplätze angelegt hat. Er schlägt mit einem ironischen Unterton vor, dass es ja noch in vielen Bereichen des Friedhofs ausreichend Platz für Parkplätze für Dauerparker gibt. Wenn dort weitere Parkplätze angelegt würden, wäre das eine Lösung der „Parkraumnot“ in den Stadtteilen.
Friedhofsmitarbeiter in Kassel-Wehlheiden müssen für Parkplätze an Gräbern vorbei
Bei den Fahrzeugen, die rechts und links neben der Kapelle abgestellt worden sind, handele es sich um Autos der Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung, sagt Eckehart Göritz, Leiter der Friedhofsverwaltung. Er ist umgehend nach Wehlheiden auf den Friedhof gefahren und hat sich ein Bild gemacht. Das sei nicht optimal, sagt Göritz. „Aber die Stadt lässt uns keine andere Wahl.“
Göritz möchte nicht, dass die Mitarbeiter weiterhin ihre Autos in Nähe der Kapelle am Haupteingang abstellen. Dort stünden nur Notfallflächen für Pfarrer oder Bestatter zur Verfügung. Deshalb hat man sich auf die Suche nach einem alternativen Platz gemacht. Ab dieser Woche sollen die Mitarbeiter auf einer nicht mehr genutzten Fläche parken dürfen. Dort sollen fünf bis sechs Parkplätze entstehen, sagt Michael Zeretzke, der für die Friedhofsverwaltung in Wehlheiden arbeitet. Auf der alten Wiese, die sich im nordwestlichen Teil (parallel zur Grünfläche Am Heimbach) des alten Friedhofs befindet, seien seit etwa 20 Jahren keine Gräber mehr. Die Zufahrt erfolgt über das Tor an der Sternbergstraße, sagt Zeretzke. Er und seine Kollegen müssen aber mit ihren Autos an anderen Gräbern vorbeifahren, um auf die etwa 100 Meter entfernte Abstellfläche zu gelangen, die nicht für Besucher gedacht ist. Der Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung geht davon aus, dass dies auch zu Beschwerden führen wird.
Er sieht aber keine andere Möglichkeit. Wenn er seinen Wagen auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen an der Friedenstraße abstellt, dann müsse er jeden Tag sechs Euro zahlen. In einem Jahr kämen da allein 1360 Euro an Parkkosten zusammen, hat er ausgerechnet. Das sei zu viel. Er und seine Kollegen wären natürlich bereit gewesen, eine Gebühr von 30 Euro im Monat zu zahlen. Aber diese Möglichkeit gibt es nicht.
Menschen in Ausnahmesituationen
Eckehart Göritz sieht noch ein anderes Problem bei den gebührenpflichtigen Parkplätzen. Menschen, die zu Trauerfeiern kommen, würden sich oft in Ausnahmesituationen befinden. Ob es dann angemessen sei, eine Parkgebühr von ihnen zu verlangen oder ein Knöllchen zu verteilen, wenn sie kein Parkticket gelöst haben, darüber könne man unterschiedlich denken. Für die Stadt seien die Gebühren sicherlich vorteilhaft, so der Chef der Friedhofsverwaltung. „Aber man darf nicht alles den Gebühren unterordnen.“ Nicht nur in Wehlheiden habe man dieses Problem. Genauso sehe es am Friedhof Wahlershausen aus.
Auch Anwohner ärgern sich
Die Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung sind nicht die einzigen, die sich über die Parkgebührenzone in der Friedenstraße oder Kohlenstraße ärgern. Seitdem das Parken dort kostenpflichtig ist, werden die Autos vermehrt in der Verlängerung Am Heimbach abgestellt, wo das Parken noch nichts kostet. Zum Unmut der Anwohner. Auch die Bewohner der Heinrich-Bertelmann-Straße, die nur unweit entfernt ist, sehen die Parkbewirtschaftung negativ.
Bisher habe es in der Nachbarschaft eine einvernehmliche Rücksichtnahme gegeben, schreibt ein Bewohner, indem die der Ausfahrt gegenüberliegende Seite rücksichtsvoll freigelassen worden sei. Seitdem viele Autofahrer auf der gegenüberliegenden Seite parken, sei das Herausfahren aus der Ausfahrt komplizierter geworden. Die kostenpflichtigen Parkplätze an der Kohlenstraße seien allerdings fast alle leer. Man sollte den Beschäftigten, die in dem Bereich arbeiten, tagsüber ein kostenloses oder günstiges Parken in den Bereichen ermöglichen, schlägt der Bewohner vor. Noch besser wäre es aber, die Parkuhr wieder abzuschaffen.
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