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03.09.2026 Читать источник
Водному спасательству DLRG в Бад-Арользене не хватает волонтеров: ищут новых помощников
Организация DLRG в Бад-Арользене испытывает острый дефицит кадров для службы спасения на озере Твисте, где всего около 20 из 220 членов активно участвуют в операциях. Чтобы восполнить нехватку волонтеров, местная группа активно вовлекает детей в обучение и рассчитывает на поддержку семей, которые живут в спасательной станции во время дежурств.
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DLRG Bad Arolsen auf der Suche nach Nachwuchs
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Der DLRG Bad Arolsen fehlt es an Nachwuchs für den Wasserrettungsdienst am Twistesee. Für eine Wachwoche bleiben die Ehrenamtlichen sieben Tage rund um die Uhr an der Station – und leben dort mit ihrer Familie.
Twistesee – Knoten binden, Erste Hilfe üben und Rettungsgeräte ausprobieren: In der Kindergruppe der DLRG Bad Arolsen geht es um mehr als Schwimmen. „Wir wollen die Kinder an das freie Wasser gewöhnen“, sagt Sabine Kosneter, die die Gruppe betreut. Die Jungen und Mädchen sollen außerdem lernen, welche Rettungsgeräte es gibt und wie sie eingesetzt werden. Vielleicht stehen einige von ihnen später selbst als Retter am Twistesee im Einsatz.
Die Kindergruppe ist für die Ortsgruppe besonders wichtig. Denn am See fehlt es an Nachwuchs. Rund 220 Mitglieder zählt die DLRG Bad Arolsen. Doch nur etwa 20 von ihnen sind als aktive Retter im Einsatz. Sie übernehmen Wachdienste, fahren zu Einsätzen oder bilden andere Mitglieder aus.
Gefahr: Selbstüberschätzung
„Die meisten Ertrinkungstoten gibt es, weil die Menschen ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen und die Gefahren des Wassers unterschätzen“, sagt Ute Vogt, Präsidentin des DLRG-Bundesverbands. „Insbesondere bei jungen Männern ist das Thema Selbstüberschätzung ein ganz großes – hier werden die Gefahren unterschätzt.“ Als Beispiel nennt Vogt Gruppen junger Männer, die gemeinsam an einem See feiern und ins Wasser gehen. Selbst wer nicht schwimmen könne, gehe manchmal mit und denke: „Das klappt schon irgendwie.“
Schwierigkeiten, Wachstation durchgehend zu besetzen
Wegen des fehlenden Nachwuchses gelingt es der Ortsgruppe nicht immer, die Wachstation im Sommer durchgehend zu besetzen. Besonders während der Ferien versuchen die Helfer, möglichst oft vor Ort zu sein. Für einen regulären Wachdienst werden mindestens drei ausgebildete Kräfte benötigt. Eine Woche lang besetzen die Retter die Station rund um die Uhr.
„Man kann aber niemanden einfach hier herunterrekrutieren“, sagt der Vorsitzende Ulf Stracke. Deshalb versucht die DLRG, bereits Kinder für ihre Arbeit zu begeistern und sie Schritt für Schritt an spätere Aufgaben heranzuführen. Mitmachen können alle ab sechs Jahren. „Nach oben gibt es keine Grenze“, sagt Stracke. Während manche durch ihre Eltern von klein auf in die DLRG hineinwachsen, entdecken andere das Ehrenamt erst mit mehr als 50 Jahren für sich.
Mit neun Jahren angefangen
Michael Dorl weiß, wie aus einem Kind ein erfahrener Wasserretter werden kann. Er kam 1979 im Alter von neun Jahren zur Jugendgruppe. „Mein Vater war hier, ich bin da reingewachsen“, erzählt er. Danach durchlief er nahezu alle Ausbildungen, die ihm die Ortsgruppe anbieten konnte. Heute ist Dorl Technischer Leiter und für den Wasserrettungsdienst verantwortlich.
Montags ist Ausbildungstag. Im Winter trainieren die Mitglieder im Schwimmbad, im Sommer zieht es sie an den Twistesee. Nach der Wachsaison folgen weitere Lehrgänge. Die Aktiven können sich unter anderem im Sanitäts- und Wasserrettungsdienst weiterbilden oder Bootsführer, Strömungsretter und Einsatztaucher werden.
Sieben Tage in der Station
Neben der Ausbildung nimmt vor allem der Wachdienst viel Zeit in Anspruch. Wer eine Wachwoche übernimmt, bleibt sieben Tage an der Station und lebt dort in dieser Zeit gemeinsam mit seiner Familie. Die Ehrenamtlichen setzen dafür Urlaubstage ein oder kommen zusätzlich nach der Arbeit zum Twistesee.
Auch Daniel Klaffer verbringt seine Wachwoche nicht allein. Seine Familie ist mit ihm an der Station. Damit ist sie keine Ausnahme: Bei vielen Helfern gehören die Angehörigen fest zum DLRG-Alltag.
Viele ehrenamtliche Stunden
Wie viel Zeit die Retter miteinander verbringen, bringt einer von ihnen auf den Punkt: „Mit den beiden Herren habe ich mehr Zeit verbracht als mit meiner Frau.“ An diesem Tag hat seine Frau Geburtstag. Der Satz zeigt, welchen Raum die DLRG im Leben der Aktiven einnimmt. Sie investieren viele Stunden, weil sie für ihr Ehrenamt und die Arbeit am Twistesee brennen. Ohne ihre Familien, die sie begleiten und dieses Engagement mittragen, wäre das kaum möglich.
Im Herbst feiert die Ortsgruppe ihr 75-jähriges Bestehen. Damit die Wachstation auch in Zukunft möglichst häufig besetzt werden kann, braucht sie weitere Helfer. Die Hoffnung liegt dabei auch auf den Kindern, die heute Rettungsgeräte kennenlernen und ihre ersten Knoten binden.
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