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05.09.2026 Читать источник
После смерти Оливера Кромвеля республиканский эксперимент в Англии провалился, а его тело подвергли публичному осквернению

Скончавшийся в 1658 году лидер республики Оливер Кромвель был похоронен всего год, после чего его останки эксгумировали, обезглавили и выставили на шесте на крыше здания. Несмотря на крах английского эксперимента и возвращение монархии, идеи свободы позже вдохновили революции в США и Франции.
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Die Rückkehr des Königs: Englands kurze Zeit der Republik
Von 1649 bis 1660 war England eine Republik unter Oliver Cromwell. Die Ära war geprägt von Machtkämpfen zwischen Militär und Parlament. (Teil 2 und Schluss)
Seit 1652 verschärften sich die Spannungen zwischen den Offizieren und dem Rest-Parlament weiter. Die Abgeordneten hintertrieben nun schon länger die Reformbemühungen der Armee. Anfang April 1653 wurde sichtbar, dass sie auch die Missionierungsanstrengungen der Offiziere behinderten.
Und als Cromwell und seine Mitstreiter aus der Armee die Auflösung des Unterhauses und Neuwahlen vorbereiteten, hatten sie den Eindruck, die Parlamentarier wollten zu stark Einfluss auf die Zusammensetzung der neuen Kammer nehmen. Am 20. April 1653 wurde das Rumpfparlament gewaltsam aufgelöst.
Doch anstatt Neuwahlen anzusetzen, ließ Cromwell ein Ersatzgremium einberufen, das aus 140 vom Armeerat ausgesuchten Mitgliedern bestand. So sollte vermieden werden, dass heimliche Royalisten und militante Presbyterianer Sitze und Mehrheiten erhielten.
Anfang Juli 1653 nahm dieses Pseudo-Parlament seine Arbeit auf. Im Dezember löste es sich auf, denn Cromwell und andere führende Offiziere waren wieder nicht zufrieden mit seiner Arbeit.
Nach all den Experimenten übernahm Cromwell am 16. Dezember 1653 endgültig die Macht. Als Lordprotektor, einer Art Ersatzkönig oder Reichsverweser, herrschte er fast uneingeschränkt über das Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Grundlage dafür bildete das von der Armeeführung erarbeitete Instrument of Government. Mit dieser Verfassung wurde die Republik konstitutionell. Dem Lordprotektor wurde ein Staatsrat (Council of State) aus hohen Militärs, zivilen Politikern und Fachmännern beigegeben, der eine absolute Diktatur verhindern sollte.
Auch ein Parlament mit eingeschränkten Befugnissen wurde gewählt. Es trat erst im September 1654 zusammen und konnte weder den Lordprotektor absetzen noch die Rechte des Council of State einschränken.
Einen wichtigen Artikel des Instrument of Government bildete die finanzielle Ausstattung Cromwells. Ihm wurden Mittel zugesagt, um ein Heer von 30.000 Mann und eine angemessene Flotte zu unterhalten. Dazu kamen noch 200.000 Pfund für die Administration des Gemeinwesens.
Noch ein Parlament, noch eine Verfassung. Höhepunkt von Cromwells Herrschaft.
Die neugewählten Parlamentarier neigten mehrheitlich dem Presbyterianismus zu. Sie betrachteten die dominante Rolle der Armee mit großer Skepsis. Einige lehnte das Protektorat ab.
Sie versuchten die Militärausgaben zu verringern und das Heer unter parlamentarische Kontrolle zu bringen. Auf die Besetzung des Staatsrates – ca. 15 bis 20 Personen – forderten sie mehr Einfluss.
In konfessionellen Fragen wollten sie die Kompetenzen des Lordprotektors massiv einkürzen. Das war mit Oliver Cromwell nicht zu machen. Nach nicht einmal fünf Monaten beendete er im Januar 1655 das Experiment.
Cromwell schien jetzt geneigt, ohne Parlament nur gestützt auf die Armee zu regieren. Außenpolitisch hatte er einige Erfolge zu verbuchen. Mit Frankreich schloss er 1655/57 Allianzen. Die niederländische Republik wurde besiegt. Cromwell ließ sogar 1655/56 auf Bitte sephardischer Juden aus den Niederlanden deren Ansiedlung in England zu.
Die Juden waren 1290 von der Insel vertrieben worden. Auf dem Kontinent bekam England mit der Eroberung Dünkirchens im Juni 1658 wieder einen Fuß in die Tür.
Die Schulden wachsen.
Das immense und durch die Kriege noch wachsende Defizit im Etat und der Staatsrat überzeugten Cromwell, es noch einmal mit einem Parlament zu versuchen. Nach der Wahl trat es Mitte September 1656 zusammen.
Zuvor hatte das Council of State ca. 100 als illoyal geltende Abgeordnete ausgesondert, worauf sich bis zu 60 weitere aus Protest weigerten an den Sitzungen teilzunehmen. So verblieb vorerst ein Zwei-Drittel-Parlament, dass zur Mitarbeit bereit war.
Als die ca. 300 übrig gebliebenen Parlamentarier ihre Arbeit aufnahmen, versuchten sie sofort wieder die Macht des Militärs zurückzudrängen. Anfang 1657 stoppten sie die Finanzierung der Milizeinheiten, mit denen die Militärgouverneure die Provinzen kontrollierten.
Und sie entwarfen eine neue Verfassung, die Humble Petition and Advice, die das Instrument of Government von 1653 ersetzen sollte. Um sie Cromwell schmackhaft zu machen, wurde ihm der Titel und die Stellung eines Königs angeboten.
Dazu sollte der Staatsrat, das Council of State, gestärkt werden. Beides hätte Cromwells Macht eingeschränkt: Die königliche Position, weil deren Vorrechte und Kompetenzen klarer definiert waren, als die des militärdiktatorischen Lordprotektors. Der Staatsrat, weil sein Machtzuwachs auf dessen Kosten gegangen wäre.
Cromwell überlegte lange. Am 8. Mai 1657 teilte er dem Parlament mit, dass er den Königstitel nicht annehmen würde.
Cromwell will nicht König werden.
Das entsprach den Vorstellungen und Wünschen seiner Anhänger in der Armee. Und es gibt seine konsequente radikal-puritanischen Auffassung wieder, dass es nicht Gottes Wille entspräche, die Monarchie, die der Allmächtige mit der Vernichtung der Stuartkönige offensichtlich verworfen hatte, erneut einzurichten.
Cromwells Religiosität half ihm, sich wenigstens etwas vor der Hybris der Macht zu bewahren.
Die Humble Petition and Advice wurde – wenn auch knapp – dennoch vom Parlament als neue Verfassung des Commonwealth angenommen und Cromwell am 26. Juni 1657 erneut als Lordprotektor bestätigt und feierlich mit Krönungsmantel und goldenem Zepter in sein Amt eingeführt.
Er hatte den Höhepunkt seiner Herrschaft erreicht, doch das Ende war nah.
Cromwell litt schon einige Zeit an Krankheiten. Er ging auf die 60 zu. Malaria- und Typhusinfektionen, die er sich auf seinen strapaziösen Feldzügen zugezogen hatte, machten ihm zu schaffen.
Cromwells Tod, Ende der Republik, Restauration der Stuarts.
Die Differenzen zwischen dem Parlament und dem Lordprotektor in Fragen der Kirchenverfassung bestanden fort. Die Parlamentarier in ihrer Mehrheit strebten eine presbyterianische Kirche an, die Druck auf konfessionelle Abweichler, z. B. die Quäker und andere radikale Sekten, wie auf die verbliebenen Katholiken und die Anhänger der anglikanischen Kirche ausübte.
Cromwell und seine Independenten plädierten dagegen für mehr Toleranz. Das Ringen blieb vorerst unentschieden bis Cromwell am 4. April das Parlament erneut auflöste.
Anfang 1658 zeigte sich, dass sich Cromwells Gesundheitszustand verschlechterte. Zu den oben schon genannten Infekten kamen weitere hinzu: Nierensteine und eine Harnwegserkrankung führten zu einer Sepsis. Psychische Erschöpfungssymptome nahmen zu, der Tod der Lieblingstochter belastete ihn zusätzlich.
Am 3. September 1658 starb er mit 59 Jahren.
Die Republik war damit aber noch nicht ganz am Ende. Cromwell hatte einen seiner Söhne namens Richard zum Nachfolger bestimmt. Er genoss wenig Rückhalt in der Armee, deren Soldaten außerdem wieder einmal schon länger keinen Sold erhalten hatten.
Im Januar 1659 musste Richard ein neugewähltes Parlament einberufen. Die Abgeordneten sollten die Soldrückstände begleichen, was sie nicht taten. Die Armeeführung um die Generäle Lambert und Fleetwood, ein Schwiegersohn Cromwells, und ca. 40 bis 50 Abgeordnete des alten Rumpfparlaments vom Dezember 1648, das die Armee – nach Auflösung des aktuellen Parlaments im April 1659 – zurückgerufen hatte, zwangen deshalb den neuen Lordprotektor am 24. Mai zum Rücktritt.
Das letzte Jahr der Republik war angebrochen. Die Parlamentarier begannen mit der Säuberung der Institutionen und des Offizierskorps von Anhängern Cromwells. Die Generäle Lambert und Fleetwood griffen ein und schickten die Rumpfparlamentarier nach Hause.
Einen Plan hatten sie aber nicht. Allgemeine Ratlosigkeit, wie es weitergehen sollte, machte sich breit. Es wurde immer deutlicher, dass es nicht gelingen würde, eine halbwegs stabile Republik zu schaffen.
Die Entscheidung brachte General Monk, der von Schottland aus auf London marschierte. Im Februar 1660 erreichte er die Hauptstadt. Noch im Frühjahr wurde ein neues Parlament gewählt, in dem die Royalisten die Mehrheit hatten. Es trat am 25. April zusammen, verhandelt mit dem Stuartkönig Karl II. über seine Rückkehr auf den englischen Thron und erkannte im am 8. Mai 1660 als neuen Herrscher an.
Die Restauration der Stuarts schien gelungen. Doch schon 1688/89 hatten diese Dynastie erneut allen Kredit verspielt und wurde in der Glorious Revolution gestürzt.
Das Erbe der englischen Republik.
Die einzige republikanische Phase in der englischen Geschichte dauerte nur elf turbulente Jahre. Demokratisch kann man diese Zeit nicht nennen. Meistenteils regierte der Lordprotektor Cromwell diktatorisch.
Allerdings hatte das parlamentarische Element bereits so viel Kraft, dass es sich immer wieder Geltung verschaffte und am Ende sogar die Oberhand behielt.
Oliver Cromwell erging es nach seinem Tod gar nicht gut. Etwas über ein Jahr hatte er Ruhe. Dann wurde er Ende Januar 1661 seinem Grab in der Westminster Abbey entrissen. Am 30. des Monats hängte man ihn, dann wurde er noch geköpft und die kopflosen Reste verscharrt. Der Kopf wurde auf eine Stange gespießt und für 20 Jahre auf das Dach der Westminster Hall montiert bis ein Sturm diesem Elend ein Ende bereitete.
Einer seiner Gegner verfasste folgende hier übersetzte Schmäh-Grabinschrift auf ihn:
„Hier liegt schandbarer Staub. Der der einzige Sitz der Wollust war. Ein Mensch und doch auch ein Monster. Der sowohl König als auch Staat ins Verderben stürzte. Die meisten Leute sagen, dies sei sein Schicksal. Dass er hier kein Grab verdient.“
Auf den ersten Blick scheint das republikanische Experiment in England vollends gescheitert zu sein. Doch das republikanische Ideal der Freiheit kam wieder zum Vorschein. Zuerst noch Zaghaft in den politischen Diskussionen auf der britischen Insel, dann in Nordamerika im Unabhängigkeitskampf der entstehenden USA in den 1770ern und besonders machtvoll in der Französischen Revolution 1789.
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