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14.08.2026 Читать источник
DEFA-фонд бесплатно выложил на YouTube оригинальную версию культового фильма «Альфонс Трясогузка» с удаленными 21 минутой

Фонд DEFA восстановил полную версию детектива 1966 года, ранее сокращенного правительством ГДР на 21 минуту из-за идеологических соображений. Теперь зрители могут бесплатно посмотреть на YouTube как историю о мальчике-космонавте, так и узнать подробности цензуры, повлиявшей на сюжет.
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Wer an die bekanntesten Figuren aus den Kinderfilmen der DEFA denkt, landet neben verschiedenen Märchenwesen und Charakteren wie der dicken Tilla und Carola Huflattich schnell bei ihm: Alfons Zitterbacke! Im Jahr 1966 kam der Streifen in die Kinos – und er ist noch heute Kult. Nun hat die DEFA-Stiftung den beliebten Streifen aus der DDR wieder rausgegraben und stellt ihn gratis zur Verfügung. Was viele nicht wissen: Der Alfons Zitterbacke, den heute viele kennen, ist nicht der originale. Denn dieser war mehr als 21 Minuten länger, bevor die DDR-Regierung ihn zusammenstrich!
Alfons Zitterbacke war ein Kultfilm in der DDR
Erinnern Sie sich noch an Alfons Zitterbacke? Viele haben den Film seit Jahren nicht gesehen – doch nun gibt es wieder die einmalige Chance. Die DEFA-Stiftung, die heute das große Erbe der Filmproduktion der DDR verwaltet, hat den Kinderfilm von 1966 jetzt wieder ausgegraben.
Auf dem YouTube-Kanal der Stiftung können Sie ihn gratis schauen und sehen, was der vom Pech verfolgte Junge Alfons Zitterbacke so erlebt. Nicht alle Episoden aus seinem Alltag bekommen Sie dabei aber zu sehen, denn der Streifen wurde schon kurz vor dem Erscheinen ordentlich gekürzt!
Hintergrund war das sogenannte „Kahlschlag-Plenum“ der DDR – das 11. Plenum des ZK der SED. Es fand vom 15. bis zum 18. Dezember 1965 statt und befasste sich mit Kunst und Kultur in der DDR. In der Folge des Plenums wurden insgesamt zwölf Filme aus der DEFA-Produktion verboten, darunter „Spur der Steine“ und „Das Kaninchen bin ich“.
Die halbe Jahresproduktion war damit verboten, die Streifen wurden zu sogenannten „Kellerfilmen“. Auch für Bücher, Theaterstücke und andere Filme hatte das Kahlschlag-Plenum Auswirkungen, sogar auf den beliebten Kinderstreifen „Alfons Zitterbacke“.
Nach dem 11. Plenum des ZK der SED flogen insgesamt 21 Minuten heraus – noch bevor der Film veröffentlicht wurde. Das berichtete Kinderdarsteller Helmut Roßmann, der die Rolle des Alfons Zitterbacke spielte, schon vor Jahren in einem Interview. Der ursprünglich anderthalb Stunden lange Film sei für ihn der beste „Zitterbacke“ gewesen, „bevor er zusammengekürzt wurde auf eine Stunde und sechs Minuten aufgrund des Kulturplenums von 1965“, sagte er der „Welt“.
Alfons Zitterbacke: DDR kürzte den Film um 21 Minuten
Er erklärte auch, was herausgeschnitten wurde. Einige der besten Episoden aus der Buchvorlage von Gerhard Holtz-Baumert seien den Kürzungen zum Opfer gefallen. Unter anderem auch eine Geschichte, die erzählt, wie Alfons Zitterbacke ein Rezept in eine Poliklinik bringen soll. Weil er nicht aufpasst, landet er plötzlich auf dem Zahnarztstuhl. Plötzlich bohrt der Zahnarzt, obwohl Alfons das gar nicht will. „Das hätte die Kinder davon abhalten können, zum Zahnarzt zu gehen, hieß es. Es sei undidaktisch“, erinnerte sich Roßmann.
Auch viele Szenen, die Pionierleiter zeigten, wurden herausgeschnitten, denn diese seien nicht sympathisch genug weggekommen, sagte der Kinderdarsteller, der heute als Physiker arbeitet. Nachdem der Film so zusammengekürzt wurde, distanzierte sich Regisseur Konrad Petzold davon und ließ seinen Namen aus dem Vorspann streichen. In der Fassung, die aktuell bei der DEFA-Stiftung auf YouTube gezeigt wird, werden die Namen der Beteiligten im Abspann gezeigt, hier ist Petzold wieder dabei.
Darum geht es im DDR-Film „Alfons Zitterbacke“
Dem Kultstatus des Films taten die Streichungen keinen Abbruch. Zu schön waren die Episoden, die der Pechvogel Alfons Zitterbacke erlebte. Zu sehen ist im Film unter anderem, wie Alfons sein berühmtes Dosentelefon baut und wie er den Plan entwickelt, Kosmonaut zu werden. Nach seinem Kosmonautentraining, zu dem es gehört, Tubennahrung (u. a. Zahnpasta) zu essen und auf dem Kettenkarussell die Schwerelosigkeit zu simulieren, machen sich er und seine Freundin Micki auf den Weg nach Moskau, um dort in die Kosmonautenschule einzutreten. Werden sie es schaffen – oder führt der Weg wieder zurück nach Hause? Das sehen Sie, wenn Sie mal wieder einschalten und sich den Kinderfilm-Klassiker aus der DDR anschauen.
In „Alfons Zitterbacke“ sieht man viel von der DDR
Dabei gibt es übrigens auch reichlich DDR zu sehen. Denn der Streifen wurde an unterschiedlichen Orten im Osten gedreht. Die meisten Szenen entstanden in Jena, unter anderem in der Nordschule in der Dornburger Straße. Mehrere Szenen im Freibad wurden im Sommerbad Pankow in Berlin gedreht – und der Rummelplatz, auf dem Alfons Zitterbacke unter anderem mit der Geisterbahn fährt, befand sich damals auf dem Schützenplatz in Eisenberg in Thüringen.
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