Немецкий Политика
07.09.2026 Читать источник
94-летняя Барбара Куденхов-Калерги предупреждает о возвращении авторитаризма в Европе
Бывшая журналистка и общественный деятель, пережившая нацистский режим, призывает к защите демократии и критически оценивает рост популярности праворадикальных партий. В интервью она также делится опытом старения, называя его видом спорта, и выступает за реалистичную интеграцию мигрантов.
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Barbara Coudenhove-Kalergi: »Ich hatte lange das Gefühl, nicht gut genug zu sein«
Barbara Coudenhove-Kalergi: »Ich hatte lange das Gefühl, nicht gut genug zu sein«
Barbara Coudenhove-Kalergi hat als Kind erlebt, wie viele Menschen damals dachten: Die Nazis, das wird schon nicht so schlimm. Heute, mit 94 Jahren, warnt sie vor der Rückkehr des Autoritären – und spricht über das Altern als Hochleistungssport.
Aus der
ZEIT Nr. 38/2026
Artikel aus ZEIT Österreich
Erschienen in
ZEIT Österreich Nr. 38/2026
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Artikelzusammenfassung
Barbara Coudenhove-Kalergi warnt vor einer neuen autoritären Versuchung. Im Rückblick auf ihre Kindheit im Nationalsozialismus, die Flucht nach Österreich und die demokratische Prägung durch die Amerikaner beschreibt sie, wie schnell sich autoritäres Denken normalisieren kann und warum historische Vergleiche ernst zu nehmen sind. Danach richtet sie den Blick auf die Gegenwart in Österreich und Europa, kritisiert den Zulauf für FPÖ und AfD, fordert politische Abgrenzung und betont, dass Demokratie ständig verteidigt werden muss. Zugleich wirbt sie aus ihrer Arbeit mit Flüchtlingen für eine realistische Integrationspolitik, die Probleme anerkennt, Zugehörigkeit ermöglicht und den Islam nicht pauschal zur Bedrohung erklärt. Am Ende verbindet sie ihre Haltung zu Vielfalt, Kompromiss und Anstand mit persönlichen Erfahrungen aus Journalismus, Alter und Herkunft und sagt, wichtiger als Ideologien sei heute die Wertschätzung anderer.
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DIE ZEIT: Viele haben den Eindruck, in einer Zeitenwende zu leben. Sie sind nun 94 und haben tatsächlich einige Zeitenwenden erlebt und journalistisch begleitet. Teilen Sie diesen Eindruck?
Barbara Coudenhove-Kalergi: Ja. Autoritäre Regime entstehen, rechtsradikale Parteien bekommen Zulauf, Autoritarismus ist cool, auch bei Jungen. Das kann eine Zeitenwende sein.
ZEIT: Sie sind 1932 in einer deutschen Familie in Prag geboren und haben die Ankunft der Nazis als Kind sehr bewusst miterlebt. Können Sie sich erinnern, wie sich das damals angefühlt hat?
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Warum sieht Barbara Coudenhove-Kalergi in der Gegenwart Parallelen zu früheren autoritären Entwicklungen?
Wie begründet sie ihren optimistischen Blick auf Demokratie, Integration und Vielfalt in Österreich?
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