Немецкий Наука и Образование
24.08.2026 Читать источник
В Гёттингене возводится уникальное в Германии исследовательское здание для изучения человеческого взаимодействия
На территории бывшего глазного госпиталя в Гёттингене строится современный комплекс HuCaB, объединяющий исторический кирпичный корпус с высокотехнологичными лабораториями. Уникальное сооружение, оснащенное 52 изолированными кабинями для одновременных исследований, станет центром изучения социального поведения и получит федеральное финансирование в размере 37,9 миллиона евро.
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Alt- und Neubau verschmelzen: Einzigartiges Forschungsgebäude entsteht
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In Göttingen entsteht ein deutschlandweit einzigartiges Forschungszentrum für menschliche Interaktion. Im Keller werden 52 technisch verbundene Kabinen gebaut, in denen Probanden zeitgleich untersucht werden können.
Göttingen – Ein Ziegelbau mit medizinischer Tradition verschmilzt in Göttingen gerade mit einem deutschlandweit einmaligen hypermodernen Forschungsneubau mit vielen Glasflächen, in dem speziell das soziale Lernen und Interagieren des Menschen untersucht wird. Gebäude und Forschungsschwerpunkt sind so außergewöhnlich, dass der niedersächsische Wissenschaftsminister bereits zum zweiten Mal vorbeischaute.
Wer in der Goßlerstraße unmittelbar am Zentralcampus der Uni das Gebäude Nr. 14 passiert, wird staunen. An der Nordseite des Gebäudes, das bis 1979 die Augenklinik der Uni-Medizin beherbergte, wächst ein von einer Glasfront dominierter Neubau – das HuCaB. Oder genauer: Die beiden Gebäude verschmelzen, behalten dennoch außen wie innen ihren historischen wie modernen Charakter. In den oberirdischen Geschossen stoßen Glas- und Ziegelwände optisch aufeinander.
Baulich eine Herausforderung
Das ist beeindruckend, baulich aber eine Herausforderung, wie auch Christian Tasch, Leiter des Uni-Gebäudemanagements, sagt. Und Projektleiter Sascha Liebetrau, ebenfalls vom Uni-Gebäudemanagement, weist auf eine weitere Besonderheit hin: Das fünfgeschossige HuCaB-Gebäude reicht tief in den Untergrund, wo ein komplettes, zudem besonders hohes Geschoss entstanden ist. „Hier ist ungefähr der Grundwasserspiegel“, zeigt Liebetrau beim Rundgang mit ausgestrecktem Arm an die Wand. Dieser „Keller“ hat es in sich, dort wird gerade ein unempfindlicher Raum im Raum gebaut – und wiederum darin wird in Kürze ein Großgerät, ein Magnetenzephalograph - installiert. Der erkennt kleinste Magnetfelder, die durch Hirnaktivität entstehen und ermöglicht die zeitlich sehr exakte Aufzeichnung und Bildgebung von dieser Hirnaktivitäten.
Etwa 3500 Quadratmeter reine Nutzfläche wird das HuCab bieten. Insgesamt wird es auf rund 8000 Quadratmetern, das entspricht der Fläche eines Fußballfeldes, in U-Form an den Ziegelbau gesetzt. Vorzeigbar ist das alles schon jetzt - die Grundsteinlegung war im September 2024 - und in der Landesregierung hat das HuCaB einen Fan gefunden: Wissenschaftsminister Falko Mohrs. Der schaute zum zweiten Mal vorbei, dieses Mal während seiner „Baustellen“-Sommerreise, die ihn vor Ort auch zu den Land- und Forstwirten der Universität führte.
Folglich durfte bei der Mohrs-Tour das 60-Millionen-Euro-Bauprojekt HuCaB nicht fehlen, das zudem viele Grenzen der Forschungsdiszisziplinen und -einrichtungen, auch außeruniversitären, überschreiten wird. Für die Uni ist es das spektakuklärste Bauprojekt aktuell. Zudem wird es von Bund und Land gefördert. Denn über die Sprecherin des HuCaB, Prof. Anne Schacht, gelang es, fast die kompletten Kosten über Förderprogramme einzuwerben. Schacht war denn auch maßgeblich und bis ins Detail in die Vorplanung involviert, denn das Gebäude sollte Bedingungen für die Forschenden schaffen, die es so in Deutschland noch nicht gab.
Stichwort MEG
Die Magnetoenzephalographie, kurz MEG, ist ein nicht-invasives, neurologisches Untersuchungsverfahren zur Darstellung der Magnetfelder, die durch die neuronale Aktivität des Gehirns entstehen. MEG wird vor allem in der Forschung eingesetzt. Da die Magnetfelder des Gehirns sehr schwach sind, wird die Messung in einer elektromagnetisch abgeschirmten Kabine durchgeführt. Die Methode kann kleinste Magnetfelder im Gehirn finden und bildhaft darstellen.
Bedeutend sind auch 52 einzelne, aber technisch miteinander verbundene, im Kellergeschoss mittig angeordnete, abgeschirmte Kabinen, wo Labortests mit Probanden stattfinden können. Auch gibt es in den Obergeschossen weitere Labore, in denen Gruppen zeitgleich und in Interaktion untersucht werden können. „Das ist einzigartig und wird uns neue und bessere Erkenntnisse bringen“, sagte Dr. Rebecca Jürgens (HuCaB-Koordinatorin) gegenüber Minister Falko Mohrs, der sich angetan zeigte und betonte, dass das Land mit 37,9 Millionen Euro aus dem Programm „zukunft.niedersachsen“, der größte finanzielle Förderer sei und voll hinter dem Projekt stehe, auch, weil es ein wissenschaftliches Alleinstellungsmerkmal in Deutschland sein wird.
Bis zu 160 Mitarbeiter werden unterwegs sein
Im HuCaB-Forschungsgebäude werden bis zu 160 Mitarbeiter unterwegs und beschäftigt sein - sie kommen aus verschiedenen Forschungsdisziplinen: Hausherren sind die Psychologen aus dem Georg-Elias-Müller-Institut, die noch im Altbau sitzen. Sie arbeiten im HuCaB mit Biologen und Datenwissenschaftlern, sind aber auch offen für weitere Kooperationen wie mit dem Deutschen Primatenzentrum (DPZ) und der Uni-Medizin (UMG), wie Anne Schacht sagt.
Die Psychologie-Professorin jedenfalls freut sich schon „wahnsinnig darauf, wenn es Anfang 2027 losgehen kann“. Für sie wird dann ein Traum wahr. Denn unter optimalen Bedingungen kann erforscht werden, was bislang schwierig war. Es geht um das menschliche Sozialverhalten, besonders in der Interaktion, sprich in der Kommunikation, verbal und nonverbal. Die Forscher und Forscherinnen um Anne Schacht wollen verstehen, was dabei genau im Gehirn passiert, welche neuronalen Prozesse ablaufen. „Wir leben in dauernder Interaktion. Dieses Verhalten und daraus resultierende Wirkungen waren bisher schwer zu untersuchen, auch weil die Technik fehlte. Diese werden wir im HuCaB haben und das ist fantastisch“, schwärmt Anne Schacht. Und Rebecca Jürgens sagt: „Dieser Bau ist eine Notwendigkeit, um in unserer Forschung oben mitspielen zu können.“
Ehemalige Augenklinik an der Goßlerstraße
Das Gebäude Goßlerstraße 14, wurde im Zuge der Erweiterung der Uni-Klinik Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Bis 1979 wurde es als Uni-Augenklinik genutzt. Interessant: Das Gebäude wurde zwischenzeitlich bis 1972 auch als „Behelfsmensa“ genutzt, bis 1972 die neue Zentralmensa öffnete. Bis heute ist der Klinkerbau Goßlerstraße 14 nach Umbau Standort für das Institut für Psychologie. Das wird auch so bleiben, erweitert von dem U-förmig angebauten Forschungszentrum HuCaB, das zahlreiche Labore, Hightech-Geräte, Büros, Veranstaltungsflächen sowie Warte- und Kommunikationszonen auf fünf Etagen bieten wird. Die Fördermittel werden im Rahmen der Förderlinie „Forschungsbauten“ zum großen Teil von Bund und Land bereitgestellt. Die Gesamtkosten liegen vbei rund 60 Millionen Euro, die Übergabe ist Frühsommer 2027. Das Gebäude wird energieffiezient gebaut, das Dach begrünt.
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Книга посвящена психологии исследовательского поведения. В ней анализируются методология и стратегии исследовательского поведения, а также различные виды взаимодействия и взаимопроникновения исследовательского поведения, интеллекта, творчества и игры.