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02.09.2026 Читать источник
В Гаммертингене открыт музей пчеловодства с уникальной коллекцией инструментов и историческими экспонатами

Частный музей в Гаммертингене-Хартхаузене демонстрирует эволюцию пчеловодства от древних методов до современных технологий благодаря собранию энтузиаста Эльмара Шпона. Посетители могут ознакомиться с редкими артефактами, включая старинные ульи и медогонки, а также узнать о важной роли пчел в истории региона.
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Imkereigeschichte auf der Alb
Absoluter Geheimtipp: Hier dreht sich alles um die Biene
Gammertingen-Harthausen • Lesedauer: 4 min.
Das Imkereimuseum Alb ist ein Geheimtipp und manch einer dürfte auch schon daran vorbeigefahren sein, ohne es registriert zu haben. Direkt am Kreisverkehr in Gammertingen-Harthausen gelegen, zeigt dieses privat geführte Museum die Entstehungsgeschichte der Imkerei bis weit zurück ins 19. Jahrhundert.
Initiator dieses Projekts ist Elmar Spohn. Der Binger ist Imker aus Leidenschaft und möchte sein Wissen rund um diese klebrige und gesunde Leckerei gern weitergeben. So hat er im Laufe vieler Jahre ein beachtliches Sammelsurium an Bienenhäusern und -körben, Honigschleudern, Wachsprodukten, Imkerkleidung und anderen Utensilien zusammengetragen.
Vom Kreisverkehr ins 19. Jahrhundert: Spohns Imkereischatz
„Es hat mich schon immer interessiert, wie vor 700, 800 Jahren geimkert wurde und so habe ich angefangen, nachzuforschen und alles zusammenzustellen“, sagt Elmar Spohn. In den Jahren 2005 bis 2010 hätten beispielsweise viele Altimker aufgehört, erzählt er, und jeder wollte sein Zeug loswerden. „Keiner wollte die Sachen, aber ich“, erzählt er mit einem Lächeln.
Er schaltete eine Annonce in der Zeitung und bekam daraufhin über 100 Anrufe. Er reiste quer durch die Region, bis zum Bodensee und ins Allgäu. Einziges Problem: die Imker wollten ihre kompletten Utensilien verkaufen, nicht nur einen Teil. „Das war die Bedingung - entweder alles oder gar nichts“, erinnert sich Elmar Spohn.
Und so nahm er mit, was für ihn interessant, aber auch finanziell und logistisch zu stemmen war. Sein Fundus wuchs rasch an und so hatte Elmar Spohn ein nächstes Problem zu lösen: einen Ort zu finden, um all diese Sachen ausstellen und präsentieren zu können. Mehrere Versuche, ein geeignetes Gebäude zu finden, scheiterten.
Vom Sammler zum Museum: Imkereischätze finden ein Zuhause
Per Zufall lernte Elmar Spohn das Ehepaar Brigitte und Werner Steinhart aus Hettingen kennen. Bei ihnen fand er nicht nur Gehör für seine Idee, ein Imkereimuseum zu gründen, sondern auch passende Räumlichkeiten. Das großelterliche ehemalige Bauernhaus von Brigitte Steinhart in ihrem Heimatort Harthausen wurde daraufhin aufwendig in Eigenregie umgebaut und beherbergt seit Oktober 2017 - mietfrei - Imkereischätze aus 150 Jahren.
So stammt unter anderem der älteste ausgestellte Bienenkorb aus dem Jahr 1890 und ist damit genauso alt wie das Haus. Über zwei Etagen können sich die Besucher umsehen und viel Altes bestaunen und viel Neues erfahren. Zu sehen sind neben unterschiedlichen Bienenkästen auch zahlreiche mechanische Honigschleudern, wunderschön verzierte Bienenkörbe, Strohbienenkästen, Honigpressen, Imkerpfeifen, Werkzeuge und vieles mehr.
Hinzu kommt das immense Wissen des leidenschaftlichen Imkers Elmar Spohn. Von Kindesbeinen an ist er mit Bienen aufgewachsen, über Generationen hinweg hat seine Familie geimkert. Seit 1990 steht seine beeindruckende Bienenresidenz in Hornstein bei Bingen.
Vom Strohkorb zur Edelstahlschleuder: Imkerei im Wandel
Und so erzählt er Interessierten von der Entstehung der ersten Bienenkästen aus reinem Stroh, die später durch Holz abgelöst wurden. Genutzt wurde damals Roggenstroh, das zu 95 Prozent gereift war - dann war es optimal zum Biegen und Verarbeiten. Elmar Spohn zeigt die alten Honigschleudern, in denen damals tatsächlich von Hand mit einem Gurt der Honig aus den Waben geschleudert wurde. Mittlerweile sind selbst die Weißblechschleudern verboten und seit 1985 durch Schleudern aus Edelstahl abgelöst.
Das Wachs war zu damaliger Zeit noch begehrter als die süße Leckerei und daher dreimal so teuer wie Honig. Unter anderem wurde es für die Kerzenherstellung dringend benötigt - als Lichtquelle für Kirchen und Altäre, aber auch für daheim.
Elmar Spohn erzählt von den Zeidlern, einem zu früherer Zeit sehr angesehenen Berufsstand. Denn neben der Hausbienenzucht entwickelte sich auch die Waldbienenzucht, das sogenannte Zeidelwesen. Der Zeidler hielt, anders als die Imker heute, die Bienen nicht in gezimmerten Bienenkästen, sondern in künstlich geschaffenen Hohlräumen alter Bäume und suchte auch dort nach den Honigwaben.
Warum Wachs teurer war als Honig und Bienen Staatssache
Dass Bienen unverzichtbar sind, entdeckte bereits Karl der Große (768 bis 814) - König des Fränkischen Reichs - und erließ Gesetze zur Förderung der Bienenhaltung. So mussten auf jedem kaiserlichen Landgut zum Beispiel Bienen gehalten und von einem ausgebildeten Imker betreut werden.
Doch zurück ins hier und heute, ins Imkereimuseum Alb: Elmar Spohn und seine Unterstützer wollen mit dem Museum nicht nur eine statische Schau der Imkereigeschichte bieten, sondern durch wechselnde neue Exponate und Sonderschauen auch neue Einblicke in die Imkerei und die Honiggewinnung bieten. Utensilien und Fachwissen sind reichlich vorhanden, jetzt liegt es nur noch an den Besuchern, in Harthausen vorbeizuschauen.
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