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05.09.2026 Читать источник
Австралийская компания Emyria планирует экспортировать протоколы психоделической терапии, а не строить зарубежные клиники

Австралийский биотехнологический холдинг Emyria Limited намерен монетизировать свои разработки в области психоделической терапии через лицензирование протоколов международным партнерам, избегая создания собственных зарубежных клиник. Данная стратегия, аналогичная подходам крупных фармацевтических гигантов, позволяет масштабировать бизнес, фокусируясь на передаче знаний и технологий, а не на прямых инвестициях в инфраструктуру за границей.
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Оригинальный контент
Nicht nur Bayer verdient am Weltmarkt mit, ohne überall selbst präsent zu sein: Ein australischer Psychedelika-Anbieter setzt auf dasselbe Grundprinzip
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Während sich ein Kliniknetzwerk aus Australien auf den Export von Therapie-Know-how statt auf eigene Auslandskliniken vorbereitet, zeigt der Blick auf die große Pharmabranche, wie verbreitet
Lizenzmodelle für internationale Marktdurchdringung längst sind
Das Wichtigste in Kürze
Emyria Limited (WKN: A3EEM1 | ISIN: AU0000073645) will nach eigenen Angaben keinen eigenen Klinikbetrieb im Ausland aufbauen, sondern Behandlungsprotokolle und Trainingsprogramme an
internationale Partner lizenzieren
Über eine laufende Studie mit dem Nasdaq-gelisteten Unternehmen Science Group testet Emyria bereits Psilocybin bei Anpassungsstörungen nach einer terminalen Krebsdiagnose
Langfristig strebt das Management, wie im Video-Interview erläutert, an, weitere
Indikationen wie Suchterkrankungen, Essstörungen und Angststörungen zu erschließen
Dass sich Wissen und Marktzugang über Landesgrenzen hinweg getrennt vermarkten lassen, zeigt auch der DAX-Konzern Bayer (WKN: BAY001 | ISIN: DE000BAY0017), der mit seinem Krebsmedikament Nubeqa
von einer internationalen Lizenzpartnerschaft profitiert
Das grundsätzliche Prinzip - Entwicklung und Vermarktung arbeitsteilig über Partner statt vollständig in Eigenregie zu organisieren - findet sich damit sowohl bei etablierten Pharmakonzernen
als auch bei kleineren, spezialisierten Anbietern
Emyrias Exportstrategie: Protokolle statt eigener Auslandskliniken
Emyria Limited (WKN: A3EEM1 | ISIN: AU0000073645) plant nach eigenen Angaben keinen eigenen Klinikbetrieb außerhalb Australiens. Im Gespräch stellt das Management klar, dass ein solcher Schritt aus
mehreren Gründen, darunter Länderrisiken und unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen, nicht das bevorzugte Szenario sei. Stattdessen soll das über gut drei Jahre klinischen Betriebs
erarbeitete Wissen selbst zum exportierbaren Gut werden: Behandlungsprotokolle, Schulungsprogramme für Therapeuten und Psychiater sowie die klinische Erfahrung im sicheren Umgang mit
psychedelisch-assistierter Therapie.
Ein zentrales Element dieses Trainingsangebots ist nach Unternehmensangaben die praktische Komponente: Angehende Therapeuten werden gemeinsam mit einem erfahrenen Kollegen im Behandlungsraum
eingesetzt, während ein Patient die Therapie durchläuft. Diese Art der praktischen Ausbildung unterscheide sich von rein theoretischen Schulungsangeboten, die es andernorts bereits gebe, so das
Management.
Neue Indikationen über klinische Studien
Ein weiterer Baustein der Strategie ist die Ausweitung auf zusätzliche Krankheitsbilder über klinische Studien mit externen Wirkstoffentwicklern. Emyria ist bereits an einer Studie mit dem
Nasdaq-gelisteten Unternehmen Science Group beteiligt, die den Einsatz von Psilocybin bei Anpassungsstörungen nach einer terminalen Krebsdiagnose untersucht. Nach Angaben des Managements gebe es Gespräche mit weiteren internationalen Unternehmen über eine
Nutzung der bestehenden Infrastruktur, sowohl für klinische Studien als auch für eine anschließende kommerzielle Anwendung. Als mögliche künftige Indikationen nennt das Unternehmen unter anderem
Sucht- und Alkoholerkrankungen, Essstörungen, Rauchentwöhnung sowie generalisierte Angst- und Stimmungsstörungen.
Lizenzmodelle sind in der Pharmabranche keine Seltenheit
Dass sich Entwicklungs- und Vermarktungskompetenz über Ländergrenzen hinweg auf mehrere Partner verteilen lassen, ist in der etablierten Pharmaindustrie ein bekanntes Prinzip. Ein Beispiel dafür
liefert der DAX-Konzern Bayer (WKN: BAY001 | ISIN: DE000BAY0017): Das Krebsmedikament Nubeqa wurde gemeinsam mit einem internationalen Partnerunternehmen entwickelt, das im Gegenzug für die von
Bayer geführte globale Vermarktung an Lizenz- und Meilensteinzahlungen beteiligt wird. Nubeqa ist inzwischen in mehr als 85 Ländern zugelassen und könnte im laufenden Geschäftsjahr zum
umsatzstärksten Medikament im Bayer-Portfolio aufsteigen.
Das Beispiel zeigt vor allem eines: Arbeitsteilige Modelle, bei denen eine Partei Wissen oder Rechte einbringt und eine andere den globalen Marktzugang organisiert, sind in der Pharmabranche fest
etabliert - wenn auch typischerweise auf Ebene einzelner Wirkstoffe und nicht, wie bei Emyria angestrebt, auf Ebene ganzer Behandlungssysteme.
Einordnung
Emyrias Plan, klinisches Know-how statt eigener Klinikinfrastruktur zu exportieren, folgt einer Logik, die in der Pharmabranche in anderer Form - etwa bei Bayers Nubeqa-Partnerschaft - bereits
Bestand hat: Wissen und Marktzugang lassen sich arbeitsteilig über Partner statt vollständig in Eigenregie vermarkten. Ob sich dieses Prinzip auch für ein vergleichsweise junges Behandlungssystem
wie das von Emyria in ähnlichem Umfang durchsetzen lässt, bleibt an konkret abgeschlossenen internationalen Kooperationsvereinbarungen zu überprüfen.
Quellen:
https://kalkine.com.au/news/healthcare/emyria-asxemd-takes-its-psychedelic-playbook-global-as-clinic-rollout-and-drug-partnerships-accelerate
https://www.deraktionaer.de/artikel/pharma-biotech/bayer-naechste-zulassung-fuer-diesen-blockbuster-20394721.html
https://www.bayer.com/media/bayer-treibt-zukuenftiges-wachstum-mit-leistungsstaerkstem-pharma-portfolio-aller-zeiten-und-vielversprechender-entwicklungspipeline-voran/
Emyria: Interview mit Greg Hutchinson (Executive Chairman) S2E1
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Emyria Ltd / ISIN: AU0000073645
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