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01.09.2026 Читать источник
В Вене кафе Florianihof полностью трансформируется в новый ресторан Das Drittl

Традиционное венское кафе Florianihof закрывается для радикальной перестройки и открытия нового заведения Das Drittl с расширенным меню и более доступными ценами. Несмотря на сложную историю места и скептицизм общественности, новый коллектив обещает сохранить высокий уровень кухни и создать уютную атмосферу для постоянных гостей.
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Florianihof: So radikal verändert sich das Wiener Traditionscafé
Das Café Florianihof in der Florianigasse 45 wird gerade radikal umgemodelt. Beim KURIER-Besuch darf man einen Blick auf die Visualisierungen werfen, herausgeben will man die Bilder aber nicht. Der neue Look soll für die ersten Gäste eine Überraschung bleiben. Ein paar Details können jedoch verraten werden.
Das Farbkonzept sei wie eine „umgedrehte Bim“, mit sanft weißer Wandvertäfelung, die intime, dunkelrote Wand- und Deckenfarbe trägt den Namen „Jägermeister“ und ziert auch schon den neu gestrichenen Gastgarten. Die Bar wird mit dunklem Nussholz neu verkleidet und breiter, um daran zu essen und dank eines Wanddurchbruchs dem Küchenteam zuzuschauen.
Ganz neu ist auch das Podest für den Bistro-Bereich, für Gäste, die nur etwas trinken wollen oder auf ihren Tisch warten, sowie ein Separee im hinteren Teil des Lokals. Erhalten bleibt übrigens der grüne Florianihof-Schriftzug an der Fassade.
Das einstige Jugendstil-Café besteht seit 70 Jahren, gilt als wunderschöner, aber schwieriger Standort, der in den letzten Jahren wiederholt neu übernommen, aber auch rasch wieder geschlossen wurde. Der letzte Betreiber schlitterte nach nur rund neun Monaten Betrieb in die Insolvenz, seit April 2026 war das Kaffeehaus erneut geschlossen.
Sehr jung mit 60 Jahren Erfahrung
Mit dem „Drittl“ übernimmt nun ein selbstbewusstes, fünfköpfiges Team: Luca Presser, Moritz Knoll, Kourosh Vaziri, Christoph Presser und Felix Mandl, die allesamt zwar erst in ihren Zwanzigern sind, aber: „Gemeinsam haben wir 60 Jahre Gastronomieerfahrung“, sagt Luca. Zuletzt bespielte man mit dem „Drittl“ immer abends die Bäckerei „Ährlich“ in der Wasagasse 28 (Alsergrund).
Im Florianihof richten sich die fünf dauerhaft ein und legen – nach dem Schauen zahlreicher YouTube-Tutorials – auch selbst Hand an. Mit dem Umzug verdreifacht man die Sitzplätze von 35 auf 113, auch das Küchenprogramm wächst enorm.
Offen ist ab 7. September, für den Anfang fährt man noch das Abendprogramm samt ambitionierter Cocktail-Karte (Mo. bis So, 17 bis 24 Uhr) und Brunch am Wochenende (9 bis 15 Uhr). Ab Oktober gibt es Frühstück, ein Mittagsangebot sowie eine Abend- und Snackkarte.
Wir wollen, dass du dir „Das Drittl“ nicht nur einmal im Monat gönnst, sondern regelmäßig vorbeikommen kannst.
Das hohe Niveau der Küche (zwei Hauben) will man trotz der Vergrößerung halten, verdreifacht habe man nämlich auch das Team – und will zeitgleich preiswerter werden: „Das war für uns ein Riesenthema. Dadurch, dass wir die Sitzplätze vergrößern, können wir auch von der Warenwirtschaft her ein bisschen effizienter werden. Das neue ’Drittl’ wird merklich günstiger. Es soll für alle zugänglich sein“, verspricht Luca.
Und Vaziri ergänzt: „Wir wollen, dass du dir ’Das Drittl’ nicht nur einmal im Monat gönnst, sondern regelmäßig vorbeikommen kannst, auch auf ein Bier, einen Kaffee oder einen Cocktail mit einem kleinen Barsnack.“ Im alten „Drittl“ berechnete man fürs Bio-Kalbsbutterschnitzel 31 Euro, für „Five Spice Backhendl 27 Euro und 23 Euro für gefüllte Paprika.
„Jeder skeptische Blick treibt uns noch mehr an“
Gönnen kann man sich im „Drittl“ auch künftig neu interpretierte Klassiker, etwa ein Marmeladenbrot mit Hühnerleber-Paté und Wildkräutersalat zum Frühstück. Überhaupt will man die erste Mahlzeit des Tages auf ein neues Niveau heben, mit Gerichten, die man auch abends essen könnte.
Später am Tag soll es das beliebte Beef Tatar, Milanese oder ein Tafelspitz-Sando sowie eine „Hommage an den 10“ geben, Fladenbrot gefüllt mit Fleisch vom Yaprak-Spieß, Joghurt-Sauce und eingelegten Rüben. Online ist die neue Speisekarte noch nicht, reserviert werden kann jedoch schon (www.dasdrittl.at).
Angesichts der turbulenten Vorgeschichte des Standorts, sei man ihnen auch mit viel Skepsis begegnet. Entmutigen lässt man sich davon nicht und glaubt an den Erfolg: „Jetzt haben uns schon so viele Leute gesagt, dass wir scheitern werden, jetzt müss’ ma“, scherzt Moriz.
„Jeder weitere skeptische Blick treibt uns nur noch mehr an. Wenn wir es geschafft haben, Leute in die Wasagasse zu bekommen, in die letzte Ecke im Neunten, dann schaffen wir es hier hoffentlich auch. Ich glaube, dass wir die Leute anziehen werden, dafür sind wir besonders genug. Auch die Leute aus dem Bezirk werden uns zu schätzen wissen“, betont auch Luca.
Was die Gäste auch spüren sollen: „Sie sollen merken, dass wir mit Herzblut selbst drinnen stehen. Gastfreundschaft ist das A und O, jeder soll sich sofort wohlfühlen.“ Und auch wenn man die Geschichte des Florianihofs nicht überschreiben wolle, sollen auch alte Stammgäste beim Hereinkommen sofort wissen: „Du bist nicht mehr im Florianihof, es ist jetzt Das Drittl.“
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