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05.09.2026 Читать источник
Второе поколение семьи Ларсен возглавляет мировой лидер по производству струн Larsen Strings

Бывший врач Мариус Х. Ларсен принял решение возглавить семейный бизнес, который за три десятилетия вырос из гаража в высокотехнологичный завод в Sonderburg. Компания сохраняет производство в Дании, внедряя автоматизацию и новые материалы для обеспечения мирового качества струн.
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Das Leben von Marius Larsen hat viele Saiten: Jetzt führt er die weltweit gefragte Produktion weiter
Zusammenfassung
Marius H. Larsen übernimmt als zweite Generation das weltweit führende Familienunternehmen Larsen Strings, das hochwertige Saiten für Streichinstrumente produziert.
Das Unternehmen wurde 1990 in Sonderburg gegründet und entwickelte sich von einer Garagenwerkstatt zu einem internationalen Hersteller mit modernster Produktionstechnik.
Marius H. Larsen, ursprünglich Arzt, entschied sich nach Jahren in der Medizin für die Übernahme und bringt nun technisches und strategisches Know-how in die Firma ein.
Larsen Strings setzt auf innovative Materialien und enge Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Musikern, um die Qualität und Klangvielfalt seiner Saiten kontinuierlich zu verbessern.
Hinter Glasscheiben drehen sich in der Produktionshalle Maschinen und wickeln, drehen und ziehen hauchdünne Metall- und Kunststofffäden. Hier entstehen Saiten für Cello, Violine und Bratsche. Nur eine Wand weiter, in der Forschungsabteilung, testen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Materialkombinationen für die nächste Generation von Saiten.
Was hier in der Produktion von Larsen Strings entsteht, landet später unter den Fingern von Musikerinnen und Musikern in aller Welt. Die Firma zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Saiten für Cello, Violine und Bratsche – und produziert dabei nicht in einer der großen Musikmetropolen, sondern am Stadtrand von Sonderburg (Sønderborg).
36 Jahre nach der Gründung hat nun die zweite Generation das Unternehmen übernommen: Marius H. Larsen ist Sohn des Gründers Laurits Th. Larsen und neuer Eigentümer des Saitenproduzenten.
Die Geschichte von Larsen Strings beginnt 1990 in der Garage der Familie in Sonderburg. Ein amerikanischer Musikerkollege bittet Laurits Th. Larsen darum, Cello-Saiten aus Kopenhagen zu besorgen. Die Beschaffung erweist sich als aufwendig, deshalb entscheidet sich Laurits Th. Larsen, die Saiten selbst herzustellen.
Ich habe keine Geschwister, also wusste ich: entweder übernehme ich die Firma, oder sie wird eines Tages verkauft.
Er findet eine alte deutsche Drehmaschine bei einem Klavierbauer in Aarhus, baut sie in seiner Garage auf und beginnt zu experimentieren. 18 Monate später hielt er seine erste Cello-A-Saite in der Hand. „Von der Idee bis zum ersten Produkt, das gut klang, sind eineinhalb Jahre vergangen. Ich habe dabei sehr, sehr viel Geld und meine gesamte Freizeit investiert", sagt Laurits Th. Larsen.
Heute produziert Larsen Strings an einem Standort mit hochmodernen Maschinen und liefert Saiten in mehr als 40 Länder, darunter ganz Europa, die USA, Südamerika sowie Märkte in Asien wie China, Korea und Taiwan, außerdem Australien und Neuseeland.
Bekannt wurde das Unternehmen zunächst vor allem für seine Cellosaiten, später erfuhren viele Musikerinnen und Musiker, dass Larsen Strings auch Saiten für Violine und Bratsche herstellt.
Marius H. Larsen war bei der Entstehung der ersten Saiten gerade auf der Welt. Heute ist er 36 Jahre alt. Dass er die Firma des Vaters übernimmt, stand für ihn lange nicht fest. Er entschied sich zunächst für einen ganz anderen Weg, machte sein Abitur in Hongkong, studierte Medizin und wurde Arzt in London. Er arbeitete in Schottland, wurde dort zum Facharzt und gründete eine Familie.
Mit dem Medizinstudium kam ein Bachelor in Management
Die Firma seines Vaters war weit weg – und doch nicht. „Ich hatte immer die Möglichkeit im Hinterkopf. Ich habe keine Geschwister, also wusste ich: entweder übernehme ich die Firma, oder sie wird eines Tages verkauft", sagt Marius H. Larsen.
Neben dem Medizinstudium absolvierte er zusätzlich einen Bachelor in Healthcare Management und vor Beginn seiner Facharztausbildung nahm er sich ein Jahr Zeit, um in der Firma mitzuarbeiten. Um zu prüfen, ob er sich eine Zukunft im Unternehmen vorstellen konnte. Er konnte.
„Zunächst dachte ich, dass es dafür ein sehr tiefes musikalisches Verständnis braucht. Ich habe zwar auch musikalisches Verständnis, aber nicht dasselbe wie mein Vater, der professioneller Geiger war. Ich war höchstens Hobbygeiger", sagt Marius H. Larsen.
Ausschlaggebend war für ihn am Ende eine andere Erkenntnis: „Ich kann viele Impulse zu technischen Möglichkeiten und zur Mechanik unserer Maschinen beitragen. Das interessiert mich. Ich glaube auch, dass ich zur größeren strategischen Arbeit beitragen kann – dazu, wie wir uns entwickeln und wie wir die Musik gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern voranbringen."
Vertrauen zwischen Vater und Sohn
„Ich konnte die Firma nicht übernehmen, ohne vorher aktiver Teil davon zu sein. Das Unternehmen ist so speziell und einzigartig, dass man sich nicht einfach aus der Distanz zurücklehnen kann. Es war unglaublich spannend, und ich konnte viele Dinge aus der Medizin mitbringen, die ich gerne einsetze", sagt Marius H. Larsen zu seiner Rückkehr nach Dänemark, um das Unternehmen besser kennenzulernen.
Vor etwa einem Jahr legte er die praktizierende Tätigkeit als Arzt dann vorläufig nieder – und kehrte zusammen mit seiner Familie nach Sonderburg zurück.
Laurits Th. Larsen legte Wert darauf, seinem Sohn die Übernahme nicht aufzudrängen. „Ich hätte ihm die Übernahme nicht angeboten, wenn ich nicht gewusst hätte, dass er sich selbst als nächsten Eigentümer sehen konnte. Und wenn ich nicht das Vertrauen gehabt hätte, dass er ein guter Eigentümer werden würde", erzählt er.
Larsen Strings zog vor rund vier Jahren an den heutigen Produktionsstandort am Ingolf Nielsens Vej. „Es gab in den vergangenen drei Jahrzehnten so viel Entwicklung in der Firma, dass ein eigenes, gekauftes Domizil wenig Sinn ergibt", sagt Marius H. Larsen zur Entscheidung, den heutigen Standort zu mieten, statt zu kaufen.
Das Unternehmen konnte die Aufteilung der Räume von Anfang an selbst mitgestalten, verfügt heute über fast doppelt so viel Fläche wie zuvor.
Bessere Produktionsbedingungen
Die neuen Räume lösten außerdem ein altes Problem: „Früher war es schwierig, im Sommer dieselbe Saite herzustellen wie im Winter, weil Temperaturschwankungen dazu führten, dass sich die Materialien anders verhielten. Das können wir hier ausschalten, weil wir das Klima selbst steuern können", sagt Marius H. Larsen.
Die Forschungsabteilung arbeitet direkt neben der Produktion und testet fortlaufend neue Materialien. Ein Blick durch das Miroskop zeigt: Der Kern einer Saite besteht aus mehreren dünneren, zu einer Art Drahtseil verdrillten Stahldrähten. Bei kleineren Instrumenten wie Violine und Bratsche kommt typischerweise ein dünnerer Stahlkern oder Kunststoff zum Einsatz. Für die Oberflächenbehandlung werden die Kerne mit Materialien umwickelt die so dünn sind, dass sie mit bloßem Auge kaum zu sehen sind.
Ursprünglich spielte die Musik auf Schafsdarmsaiten. „Es gibt nichts, das wirklich wie eine Darmsaite klingt. Saiten aus Darm haben die große Herausforderung, dass sie sehr empfindlich auf Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen reagieren. Was eine Herausforderung ist, wenn man als Musikerin oder Musiker reist. Die Stimmstabilität wird dann sehr mühsam. Zudem handelt es sich um ein Naturprodukt mit höherem Risiko für Risse und Unebenheiten", sagt Marius H. Larsen.
Diese Verlässlichkeit an hoher Qualität ist es, was wir unseren Kunden durch die maschinelle Herstellung bieten können.
Bei modernen Kunststoffkernen zieht das Unternehmen verschiedene Kunststoffe zu extrem dünnen, mit dem bloßen Auge kaum sichtbaren Fäden aus und bündelt sie. Ohne die Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit und Temperatur erreichen diese Saiten eine deutlich höhere Stimmstabilität und Lebensdauer. „Diese Verlässlichkeit an hoher Qualität ist es, was wir unseren Kunden durch die maschinelle Herstellung bieten können.“
Aus dieser Materialarbeit stammen die aktuellen Produktlinien. Das Einstiegsprodukt Aurora – benannt nach dem Sonnenaufgang als Symbol für den Beginn einer musikalischen Reise – entsteht auf denselben hochtechnologischen Maschinen wie alle anderen Produkte, unterscheidet sich aber in der Materialwahl.
Eine kleine, aber internationale Branche
Larsen Strings verkauft seine Produkte ausschließlich im Geschäft mit anderen Unternehmen. Ein Netzwerk von Vertriebsunternehmen kauft die Saiten und verkauft sie weiter. Teils an Geigenbauerinnen und Geigenbauer, die selbst als Vertrieb auftreten.
Das Unternehmen arbeitet an seiner digitalen Präsenz. „Wir wollen einfach maximal zugänglich sein und unser Wissen maximal vermitteln“, sagt Marius H. Larsen. Seines Wissens gibt es weltweit nur rund drei bis vier Unternehmen, die in der gleichen Marktpräsenz und Spezialisierung auf Streichinstrumente wie Larsen Strings Saiten herstellen.
Der Ruf von Larsen Strings verbreitete sich zunächst vor allem durch Empfehlungen. Der Cellist und Dirigent David Geringas spielte einst mit dem Sønderjyllands Symfoniorkester in Sonderburg, als ihm vor des Konzerts bei der Probe eine Saite riss. Laurits Th. Larsen fuhr schnell nach Hause, um einige Saiten per Hand zu produzieren und mitzubringen. „Er spielt heute noch auf unseren Saiten", sagt Marius H. Larsen.
Ein Plus an seiner Arbeit: Marius H. Larsen sitzt immer wieder bei Konzerten im Publikum und hört Musikerinnen und Musiker zu, die auf den Saiten seines Unternehmens spielen. Das Unternehmen erhält häufig Einladungen zu Konzerten und pflegt langjährige Freundschaften mit Künstlerinnen und Künstlern.
Eine dieser Freundschaften verbindet die Familie Larsen mit dem französischen Cellisten Christian-Pierre La Marca, genannt Crispy. Während seiner Zeit in Schottland hörte Marius H. Larsen ein Stück von La Mmarca im Radio. Sein kleiner Sohn begann daraufhin zu weinen und bat darum, die Musik auszuschalten, weil ihn das Stück offenbar sehr traurig machte.
Zum Heulen bewegende Musik
„Für mich war das ein sehr großer Moment. Es zeigte, dass eine Sprache ihn berührte, die ich ihm nicht beigebracht habe und die viel mehr in uns allen steckt, als man im Alltag denkt“, sagt Marius H. Larsen. Er schrieb La Marca daraufhin humorvoll: „Weißt du, es ist lange her, dass wir gesprochen haben, aber vielen Dank, dass du meinen Sohn traurig gemacht und ihn mit deiner Musik bewegt hast."
Larsen Strings beschäftigt derzeit rund 36 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einschließlich einiger Aushilfen – die Zahl schwankt je nach Produktionsbedarf. Durch die Automatisierung hat sich die produzierte Menge seither etwa verdoppelt, während die Zahl der Beschäftigten in der Produktion etwas gesunken ist. Zusätzlicher Personalbedarf entsteht inzwischen vor allem in Bereichen wie Technik, Kommunikation, Marketing und Entwicklung.
„Wir sind unglaublich stolz auf die engagierten Menschen, die bei uns arbeiten. Sie tragen unser Wissen weiter und ermöglichen es uns, eine gleichbleibend hohe Qualität zu halten und uns weiterzuentwickeln. Sie übernehmen viel Verantwortung, und wir geben ihnen die Freiheit dazu", sagt Marius H. Larsen zur Frage, worauf die heutige Stärke des Unternehmens beruht.
Geheime Rezeptur für die perfekten Saiten
Seit der Gründung in der Garage ist Larsen Strings in viele Richtungen gewachsen. Der Faden ist dabei nicht rot, sondern besteht aus einer geheimen Rezeptur, aus der jene Saiten entstehen, auf denen in der ganzen Welt Musik entsteht. „Das ist Wissen, das man sich nicht einfach aus einem Buch aneignen kann", sagt Marius H. Larsen.
Mit dem Eigentümerwechsel bleibt die Produktion in Sonderburg unverändert an ihrem Platz. Hinter den Glasscheiben der Produktionshalle drehen sich die Maschinen weiter, während im Raum daneben die nächste Generation von Saiten entsteht.
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Компания Larsen Strings основана в Дании в 1990 году и производит струны для виолончелей, скрипок и альтов.
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