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06.07.2026 Читать источник
В Гитерслохе планируют включить исторический особняк фабриканта в список памятников культуры

Городской совет Гитерслоха на следующей неделе рассмотрит вопрос о присвоении статуса памятника уникальному дому, построенному в 1938 году для семьи предпринимателей. Эксперты отмечают исключительную сохранность оригинальной структуры здания и его исторической ценности как примера жизни буржуазии накануне Второй мировой войны.
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Gütersloh. Dass das Wohnhaus Hermann-Simon-Straße 2 ungewöhnlich ist, erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Nur wer näher hinsieht, erkennt dessen Wert. Erbaut 1938, ist es nahezu unverfälscht und somit ein prägnantes Beispiel für ein Wohnhaus einer Gütersloher Unternehmerfamilie aus damaliger Zeit. Die Stadt will es zum Denkmal erklären.
Der Gütersloher Fabrikant Heinrich Jostmann hatte es einst für sich errichten lassen. Mit seinem Bruder führte er die Möbelwerke Hankel & Jostmann, die es heute nicht mehr gibt. Jostmann beauftragte nicht etwa einen Architekten, sondern den Baumeister eines örtlichen Baugeschäftes mit der Planung seines Hauses – heute undenkbar, damals Beleg für die Leistungsfähigkeit des Baugewerbes.
Was dem Fabrikanten vorschwebte, war ein Wohnhaus des gehobenen Bürgertums. Es sollte qualitätsvoll sein, vorzeigbar. Vor allem in der inneren Struktur des Gebäudes schlug sich das nieder. Die repräsentativen Wohnräume der Familie blieben klar von den hauswirtschaftlichen Funktionsbereichen getrennt. Es gab den Haupteingang, der direkt in die schicken Wohnräume führte, und den separaten Nebeneingang, über den die Versorgung des Haushaltes erfolgte. Diese Raumstruktur, so die Denkmalfachleute, besitze „einen hohen sozial- und alltagsgeschichtlichen Aussagewert“.
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Keine „verfremdende Eingriffe“
Das Haus dokumentiere sehr anschaulich die Wohn- und Lebensverhältnisse einer Unternehmerfamilie kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, heißt es weiter. Vergleichbares finde man nicht mehr oft, schon gar nicht in solcher Authentizität. „Verfremdende Eingriffe“ habe es nie gegeben.
Zum Selbstverständnis des Fabrikanten Jostmann passt, dass er sich auch einen Wintergarten und eine Garage bauen ließ – der Besitz eines Autos war damals keineswegs selbstverständlich. Die Verbindungsmauer und die Einfriedungen mit ihren Toranlagen ließ er ebenfalls hochwertig ausführen. All das geschah, obwohl der Bau laut Aussage der Denkmalbehörden in eine Zeit fiel, da Baustoffe und Arbeitskräfte akut knapp waren.
Was den Baustil betrifft, ordnen die Fachleute das Gebäude keiner bestimmten Gattung zu. Sie erkennen eine „klare kubische Grundform“ mit Anklängen an den Expressionismus der 1920er- und 1930er-Jahre. Mit der Backsteinfassade und den gerundeten Ecken und Kanten sowie den breiten Fenstern versuche es nicht, historische Stile zu kopieren, sondern stelle sich selbstbewusst als moderat modernes Wohnhaus dar. Prägnant seien der hervorgehobene Eingang, der Wintergarten und die gerundeten Elemente an Balkon und Brüstung.
Zum Gesamtensemble gehören auch die Zufahrt und die Säuleneichen
Innen sei der Grad an erhaltener Originalsubstanz außergewöhnlich. Das Eichenparkett in Fischgrätmuster, die Naturstein- und Fliesenböden, die Verkleidungen der Heizkörper, die Türen, die Fenster (mit nach außen gewölbten Scheiben), das Geländer, die Treppe, die historischen Raumstrukturen: All das sei noch da. Lediglich der Schutzraum im Keller, in den Ursprungsplänen für sieben Personen ausgelegt, sei nicht mehr im Originalzustand ablesbar.
Die Denkmalbehörde des Landschaftsverbandes teilt die Einschätzung der Stadt, spricht sich ebenfalls dafür aus, das Haus unter Denkmalschutz zu stellen; zum Gesamtensemble gehören auch die Zufahrt zum Haus sowie die Säuleneichen. Formell beschließen können die Aufnahme in die Denkmalliste allerdings nur die Gütersloher Ratsfraktionen; ihnen liegt das Thema nächste Woche auf dem Tisch. Die meisten Politiker werden das Gebäude vor Augen haben. Es steht direkt im Winkel des fünfarmigen Knotens von Hermann-Simon-/Diek-/Fichten- und Buxelstraße.
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«Гютерслох дом семьи предпринимателя Йостманн 1938 года под охраной памятников»
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